10 "Dont's" für Jugendleiter

10 "Dont's" für Jugendleiter

Ein effektiver Jugendleiter zu sein bedeutet echt ne menge Dinge zu beachten. In diesem Beitrag geht es um einige Dinge, die wir als Leiter auf keinen Fall tun sollten.

Dies ist eine Liste mit den häufigsten „Dont’s“ für Jugendleiter. (Ich bin gespannt welche Dont’s ihr als Kommentare hinzufügen werdet!)

1. Habe keine Favoriten!

Das ist hart. Ich glaube, manchmal tun wir es unbewusst. Natürlich fühlen wir uns zu einigen Persönlichkeiten mehr hingezogen; zu anderen eher weniger. Aber als Jugendleiter haben wir nicht einer Tendenz oder einem Gefühl nachzulaufen, sondern geben jedem das Recht und die Plattform in unserer Jugend. Jeder hat die gleiche Aufmerksamkeit verdient!

2. Sei nicht dabei, wenn sich andere über Teilnehmer lustig machen!

„War eigentlich ja gar nicht so gemeint!“ Wie schnell liegt man mal daneben, vor allem bei den Jungs. Es beginnt damit, das ein paar Jungs sich gegenseitig bisschen fertigmachen, … vielleicht. Und dann kippt die Sache um und es wird herrlich über Anwesende oder Nichtanwesende hergezogen. Aus „Spass“. Wenn Du dich in diesem Augenblick nicht auf Deine Jugendleiter Position begibst, hängst Du voll mit drin. Du bist ein Erwachsener. Und deine Worte haben viel mehr Gewicht. Bleib also weg, wenn sich Leute über einen Teilnehmer lustig machen – selbst, wenn es ein Witz ist.

3. Lass die Details nicht durch das Raster fallen.

Dieser Punkt macht mich echt fertig. Ich kämpfe mehr mit diesem Punkt als mit allen anderen auf dieser Liste. Vor kurzem habe ich eine Mutter nicht im besten Licht dastehen lassen, gegenüber der Position ihres Sohnes. Warum? Weil ich nicht so klar war wie ich hätte sein sollen, und meinen Standpunkt nicht so richtig mitgeteilt habe – wie ichs eigentlich hätte tun sollen. Details werden dich töten. Lass darum die Details nicht durch das Raster fallen.

4. Lass nicht zu, dass ein Elternteil schlecht aussieht.

Egal, wie streng oder überheblich die Eltern auch sein mögen… das darf nie etwas damit zu tun haben, wer sie in ihrer Position und Verantwortung sind. Selbst in Fällen, in denen ein Elternteil oder die Eltern wirklich im Unrecht sind oder wirklich Mies sind. Es ist besser das biblische Ideal der Eltern zu achten und die Elternschaft an der Bibel zu erklären und deren Position. Vergesst nicht: Den perfekten Vater haben wir in Gott.

5. Lache nicht über die falschen Witze.

Ich soll nicht über Witze lachen? (Aber seien wir ehrlich: manchmal sind sie echt gut!) Ich habe gelernt, dass Schweigen die beste Chance ist, egal wie gut der Witz ist. Wenn Du der einzige bist, der nicht lacht, dann ist keine Vorlesung notwendig, egal wie zotig er war. Denke daran, dass Du das Ende niemals kennst! Der Punkt ist klar, wenn du schweigst und genießt. 🙂

6. Mach keine Versprechen, die Du nicht halten kannst.

Ich habe auf die harte Weise diesen Punkt gelernt. Wenn Du sagst, wir machen dieses oder jenes Spiel, solltest du auch alle Hebel in gang setzen, dass es umgesetzt wird. Nichts raubt Dir schneller die Autorität, als Dein nicht eingehaltenes Wort!

7. Erwarte von anderen nur das, was Du von Dir erwartest.

Im Laufe der Jahre habe ich andere dazu ermutigt im geistlichen Bereich stärker zu wachsen und mehr für den Glauben zu tun. Ich habe zu größeren Entscheidungen ermutigt, als ich selbst zu treffen bereit war. Das war falsch. Wenn Du ein höheres Maß an Engagement für deine Jugendgruppe forderst, solltest du mit gutem Beispiel vorangehen. Wenn nicht, werden deine Teilnehmer dies einfach erkennen und mit Ignoranz beantworten.

8. Vergiss  „Mom or Dad“ nicht

Du musst dich einfach darum bemühen, dass Eltern wissen was in Deiner Jugend abgeht. Einige werden leichter auf die Spur zu bringen sein als andere. Und einige sind leichter zu gewinnen als andere. Egal. Mach den Versuch.

9. Sprech nicht negativ über jemand anderen.

Dies kann leicht sein. Wenn ein Teilnehmer deiner Jugend Dir erzählt wie er gerade unfair behandelt wurde oder jemand neues kommt und man über ihn oder sie spricht; oder wenn jemand über dich spricht – und Du noch gar nichts dazu sagen konntest um es zu klären – was tust Du dann? Das Beste was wir tun können, ist es so zu nehmen wie die Schrift und wie Jesus Christus es uns lehrte: Indem wir auch unsere Feinde (oder die die Käse erzählen) lieben. Easy? Nicht immer. Aber, es ist die richtige Entscheidung dies zu tun.

10. Breche mit einem  Teilnehmer niemals das Vertrauen.

Dies ist vielleicht das größte „Don’t“ auf der Liste. Vertrauen ist schwer zu verdienen, und erst einmal verloren, schwer wieder zu verdienen… egal wer was gemacht hat.

[iconbox title=“Über diesen Artikel“ icon=“gears.png“]

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt von Andy Blanks mit freundlicher Genehmigung von YM360:

„Youth Ministry Essentials: The 10 Don’ts of Being A Small Group Leader“

Original: http://youthministry360.com/featured/youth-ministry-essentials-the-10-donts-of-being-a-small-group-leader/

Foto: juliaf via sxc.hu

[/iconbox]

3 Comments

  1. JP

    Hey, ich muss dir schon im 1. Punkt widersprechen. Jesus hatte auch Lieblinge, nämlich 12 handverlesene Jungs, in die er mehr Zeit investierte als in alle anderen. Es ist ganz normal mit manchen Menschen besser klarzukommen als mit anderen, deswegen sollte es auch mehr als einen Mitarbeitenden in Jugendgruppen geben.

    Punkt Nummer 4 finde ich gefährlich. In Zeiten wie diesen, sollten wir auf der Hut sein, das Verhalten von Eltern nicht zu hinterfragen. Wenn Eltern ihre Kinder kleinhalten, seelisch und emotional missbrauchen, dann sollten wir uns in der Jugendarbeit nicht auf archaische Rollenverständnisse berufen, sondern Jugendlichen helfen sich weiterzuentwickeln und zu Persönlichkeiten zu werden, die das Reich Gottes nicht nur predigen sondern auch leben. (Sexueller Missbrauch und Kindeswohlgefährdungen außen vor gelassen)

    Ein zusätzliches Don’t habe ich noch:
    Auch wenn du noch ein junger Mitarbeiter bist und deine Teens nicht weit von dir weg sind, gehe keine Beziehung in deiner Jugendgruppe ein.

    1. Andy

      Hallo JP,

      ich denke mit dem ersten Punkt ist vor allem das Bevorzugen und Privilegieren von Jugendlichen gemeint. Er drückt vor allem aus, dass wir den Kids gegenüber gerecht sind und jedem Einzelnen mit möglichst der gleichen Aufmerksamkeit und gleichem Respekt begegnen.

      Daneben, und da gebe ich dir recht, sind Freundschaften etwas anderes. Die laufen für einen Jugendleiter ja vor allem neben der Jugendstunde.

      Dein „don’t“ finde ich echt wichtig. Als Jugendleiter darf man auf keinen Fall eine Liebesbeziehung zu einem Jugendlichen anfangen: Ein Leiter trägt Verantwortung für die Kids. Wenn er eine Beziehung anfängt ist das in den meisten Fällen ein Missbrauch seines Amtes.

  2. Markus Emmerich

    Heho, hier ist was los!
    Nun kommen wir zum Test der Kommentar Funktion und das ist gut so.

    JP deine kommentare sind richtig aus der Sichtweise, Jumdeliche zu Mitarbeitern zu machen. Dennoch spricht der Artikel über Bevorzugung und Gerechtigkeit. Wir können es uns nicht leisten Jugendliche zu verlieren, weil die sich nicht „gleich geliebt fühlen“. Das du eher mit Jugendleitern und Jugendliche mit Potenzial abhängst ist richtig und wichtig. Allerdings sollte kein Vakuum entstehen.

    Das Eltern Ding ist knifflig, aber dennoch lösbar, denn wir haben einen Auftrag zur Jüngerschaft nicht zur pädagogischen Erziehung. Dazu gehört das Gebot das wir die Eltern Ehren sollen, als Jugendleiter sind wir Vorbilder nicht Kommentatoren die die Handlungen der Eltern reflektieren. Da reicht das Gerechtigkeitsgefühl meiner Kids.

    JP danke für die Disskusion…..
    Gruß von der CeBit
    Markus

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.