10 Gründe weshalb jeder Leiter einen Mentor haben sollte

10 Gründe weshalb jeder Leiter einen Mentor haben sollte

Jugendleiter die erst einige Wochen im Dienst sind, brauchen genau so wie Leiter die bereits 20 Jahre dabei sind einen Mentor. Das hier ist ein übersetzter Artikel von Life in Student Ministry.

Hier kommt die Begründung:

1. Ratschlag: Ein Mentor hilft dir Fehler und das Ziehen von falschen Schlüssen zu vermeiden. Du bekommst die Möglichkeit von jemandem zu lernen, der auf seine Leitererfahrungen zurückblicken kann und dir dabei hilft Landminen zu vermeiden. Er„war dort, hats selbst erlebt.“

2. Rechenschaft: Teile deine Ziele jemandem mit, der dir helfen wird indem er dein Verhalten nach ihnen prüft. Wenn du noch keine Ziele oder Richtung in die du in deiner Arbeit gehen willst hast, kann ein Mentor dir helfen sie gemeinsam mit dir festzulegen und dich bei der praktischen Ausgestaltung unterstützen.

3. Unterstützung und Ermutigung: Ein Mentor möchte dir helfen erfolgreich in der Jugendarbeit zu sein. Er hört dir zu, unterstützt dich, ermutigt dich, gibt dir Rat in deiner gegenwärtigen Situation und wie du mit ihr umgehen kannst. Du kannst Dampf ablassen, ja sogar mal richtig wütend werden – wenn’s angebracht ist, und deine ganzen Fragen stellen, ohne dir Sorgen zu machen, dass du deinen Job verlierst.

4. Eine neutrale Aussenperspektive: Ein Mentor kann sachliche Beiträge zu deinen Kämpfen, Konflikten und deiner Vision beitragen.

5. Eine Fülle von Wissen: Ein Mentor kann viel Kompetenz, Erfahrung und Wissen über Gemeindearbeit haben. Für gewöhnlich haben sie für viele Jahre mit der Herausforderung gelebt in der sie Dienst, persönliches Leben und eine wachsende Beziehung mit Jesus Christus miteinander verflochten haben. Sie wissen was du durchmachst und können dir helfen durch all das zu navigieren.

6. Netzwerkarbeit und Material: Ein Mentor kann dich mit anderen Leuten verbinden, die auf etwas spezialisiert sind, das deine Arbeit betrifft. Sie wissen oft welche Materialien zu empfehlen sind und können dich in die richtige Richtung weisen.

7. Bekomme Bestätigung: Wenn viele Leute in deiner Gemeinde die Jugendarbeit als einen himmlischen Babysitter oder so was wie einen geistlichen Superman ansieht, der jedes Kind reparieren muss, kann dir ein Mentor helfen indem er dich in dem was du bereits tust bestätigt und dir den Wert deiner derzeitigen Arbeit vor Augen führt. Mentoren können dir ausserdem Input darüber geben, wie man so eine schlechte Sicht über Jugendarbeit los wird.

8. Erfahrung und Bildung: Mentoren haben oft Erfahrung und mehr Bildung (oft kann das außerschulische Bildung sein) die sie in die Lage versetzt Wissensschätze besser zu teilen, auf sie zu verweisen und sie zu gebrauchen um dich zu ermutigen.

9. Jemanden dem man die schweren Fragen stellen kann: Jeder braucht Menschen in seinem Leben, die weiter sind als man selbst. Ein Mentor der schon länger im Dienst ist als du, kann dir helfen wieder auf den richtigen Weg zurück zu kommen wenn du die falsche Richtung in deinem persönlichen Leben, geistlichen Leben und im Dienst eingeschlagen hast.

10. Dich bei der Sache halten: Mit all den Jugendgruppenmodellen, Philosophien und Programmen da draussen, kann dir ein Mentor helfen dich auf dem richtigen Weg zu halten und Entscheidungen zu treffen die am besten für deinen Dienst sind. So dass du nicht auf etwas reinfällst, nur weil „alle Anderen es auch machen.“

Frage: Warum sonst braucht jeder Jugendleiter einen Mentor? Lass es uns in den Kommentaren unten wissen.

About Andreas Fronius

Andy ist der Jugend-Pastor in der Crossroads International Church of Basel und arbeitet für Young Life Schweiz. Seine Leidenschaft gilt dem predigen und ausrüsten junger Leute für eine effektive Jugendarbeit. Du kannst dir seine Jugendarbeit hier ansehen: redbasel.ch.

5 Comments

  1. Uli Hees

    Lieber Andy,
    danke für den Beitrag. Ich finde ihn sehr gut und wichtig. Das sind gute Punkte. Es wird heute relativ viel in der christlichen Szene darüber gesprochen und geschrieben. Leider sind zu wenige Mentorinnen und Mentoren da, die die Zeit und Kraft für das beschriebene Mentoring aufbringen. Leider sind nicht gerade viele Christen bereit, sich so einem Dienst zu stellen. Viele wursteln einfach weiter, gammeln teilweise dahin. Bei Jesus und Paulus und vielen anderen der ersten Christen können wir Mentoring in der Praxis sehen. Den Leitern in Ephesus konnte Paulus sagen, dass er jeden einzelnen Nacht und Tag unter Tränen ermahnt, ermutigt hatte.
    Wir wollen gerne apostoische Zeiten erleben, sind aber nicht bereit apostolische Preise zu zahlen. Ich meine den Einsatz an Zeit und Krafat den so eine Beziehtungspflege kostet. Kürzlich sah ich hier in München ein Buch „Coach dich selbst, sonst coacht dich keiner!“ Jeder sollte auf alle Fälle auch am Selbstmanagment arbeiten. Auch gute Caoches helfen das zu entwickeln. Wir vom Forum Evangelisation e.V, bieten bei unserern Seminaren „Coaching-Kompetenz“ entwicklen an. Auf unserer Homepage (www.forum-evangeliisation.de) kann man den Flyer ansehen. Ich ermutige jeden Christen, praktische Schritte in Richtung Coaching durch erfahrene, bewährte geistliche Leute anzunehmen.

  2. Andy

    Hallo Uli,

    danke für deinen Kommentar. Ein anderes Thema in diesem Bereich sind Freundschaften. Ich denke da ist noch viel zu schreiben. Die Freundschaften scheinen heutzutage nicht mehr so tiefgründig zu sein wie sie sein sollten…

    Andy

  3. Micha

    Ein sehr guter Beitrag.
    Mir ist schon länger klar, dass ein Mentor mir in meiner Jugendabeit guttun würde.
    Aber wo bekommt man welche her? Aus der eigenen Gemeinde? Von ausserhalb?
    Gruß, Micha

  4. Andy

    Hallo Micha,
    einen Mentor zu finden ist nicht leicht. Vielleicht findest du einen in den folgenden Bereichen:

    – Älteste der eigenen Gemeinde
    – Mitarbeiter/Leiter in einem Missionswerk
    – Missionare die in der Region arbeiten
    – Dozenten an Bibelschulen
    – Pastoren und Seelsorger anderer Gemeinden
    – Senioren / Vorbilder in der eigenen Gemeinde

    Bei einer Gemeinde mit bis zu 200 Leuten würde ich außerhalb nach einem Mentor suchen, weil mir die Distanz zu gemeindeinternen Dingen wichtig ist. Bei größeren Gemeinden wäre mir das nicht mehr so wichtig.

    lG
    Andy

  5. Nicki

    Ich finde das ist ein sehr guter Artikel, der Eigenschaften eines Mentors zusammenfasst. Ich bin seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Mentor und in unserer Gemeinde gibt es offiziell keine ausgebildeten Mentoren.
    Ich habe einen mögllichen Mentor ins Auge gefasst. Allerdings ist er erst seit 3 Jahren in unserer Gemeinde. Ich habe sehr viel Vertrauen zu ihm und er ist mein Glaubensvorbild. Er leitet unsere Jungschar und lebt was er sagt. Ich bin mir aber nicht so sicher ob ich ihn fragen soll, da er a) ein Student und kaum 5 Jahre älter ist und b) er vom ´anderen Geschlecht´ ist.
    Ich weiß nicht ob es sinnvoll wäre ihn zu fragen ob er mein Mentor werden will, oder ob ich ihn einfach ab und zu als Kumpel um Rat fragen soll.
    Was würdest du mir raten? Haben in der Bibel auch nur Männer Männer gementort?
    Liebe Grüße Nicki

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