So sorgst du für Abwechslung in der Jugendgruppe: Gemeinsame Projekte

So sorgst du für Abwechslung in der Jugendgruppe: Gemeinsame Projekte

Eine gelungene Abwechslung im Teenagerprogramm sind Projekte. Das schafft Abwechslung, denn selbst das abwechslungsreichste Programm wird mit der Zeit vorhersehbar und langweilig. Hier bringen Projekte neue Motivation.

Teens arbeiten gemeinsam mit den Mitarbeitern an einer Sache, auf ein Ziel hin! Das ganze Projekt ist aber überschaubar, hat einen Start und Zielpunkt, so dass Teens vorher wissen und abschätzen können, auf was sie sich einlassen. In unserer Gesellschaft ist Unverbindlichkeit, Freiheit und Angst vor dem Festlegen im Trend! Teens fällt es schwer, für etwas Verantwortung zu übernehmen, verbindlich mitzumachen und Freiheit aufzugeben. Projekte geben ihnen die Möglichkeit, sich festzulegen, aber gleichzeitig zu wissen, dass dies auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt ist.

Sie haben bei einem Projekt die Möglichkeit sich auszuprobieren. Sie können Gaben einsetzen und entdecken, sich einbringen und erleben, was sie auf die Beine stellen können. Sie lernen, im Team zu arbeiten, auf andere Rücksicht zu nehmen, aber auch eigene Ideen und Meinungen zu äußern. Wenn Teens für etwas Feuer und Flamme sind, wenn man sie so richtig motivieren konnte, dann sind sie erst einmal kaum zu bremsen und werden 100 % geben und mehr.

Bei fast jedem Projekt entsteht ein gruppendynamischer Prozess sowohl im Negativen als auch im Positiven. Nach einer Anfangseuphorie kommt ein Durchhänger, bis auf der Zielgraden wieder alle zusammenarbeiten. Besonders in der mittleren Phase gilt es, die Teenies zu motivieren. Sie sind verantwortlich, auf sie kommt es an. Wenn sie (oder einzelne) aufgeben, dann scheitert das ganze Projekt. Meine Erfahrungen mit Projekten sind durchweg positiv, so dass ich jedem nur raten kann, mal etwas zu wagen. Als Mitarbeiter hat man vorher eine besondere Angst, da man nicht genau weiß, was aus der Sache wird und wie die Teenies mitziehen. Deshalb ist es wichtig, dass man ein Projekt sehr gut vorbereitet und eine lange und gute Motivationsphase hat.

Außerdem sollte man mit einem kleineren, überschaubaren Projekt anfangen, vielleicht über vier bis sechs Wochen. Steigern kann man sich immer noch, der Phantasie und Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Literatur-Tipp:
Wolfgang Antes, Projektarbeit für Profis: Praxishandbuch für moderne Projektarbeit, Juventa, 2001
Wolfgang Lessel, Pocket Business: Projektmanagement: Projekte effizient planen und erfolgreich umsetzen, Cornelsen Verlag, 2008

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