Aufkleber: Nein danke?

Aufkleber: Nein danke?

„“Ich bin Energiesparer“, „Rauchen? Find‘ ich beknackt“, „Atomkraft? Nein danke“ – früher gehörte die Meinungsäußerung zu Themen, die in der Gesellschaft debattiert wurden, zum guten Ton des Autofahrers. Aufkleber wurden auf Blech, Stoßstange und Scheiben geklebt. Es war fast ein Volkssport in den 70er- und 80er-Jahren, den Pkw zur fahrenden Pinnwand zu machen und politisch Farbe zu bekennen. Und heute? Wird höchstens mitgeteilt, wie das Kind heißt, das mitfährt …“

Quelle: LebensLust: Menschen, Leben, Glauben; Frühjahr 2010; S.116

About Andreas Fronius

Andy ist der Jugend-Pastor in der Crossroads International Church of Basel und arbeitet für Young Life Schweiz. Seine Leidenschaft gilt dem predigen und ausrüsten junger Leute für eine effektive Jugendarbeit. Du kannst dir seine Jugendarbeit hier ansehen: redbasel.ch.

6 Comments

  1. Marti

    Wenn ich mir heute einen Aufkleber „Islam? Nein danke!“ aufs Auto kleben würde, was könnte da wohl passieren?

    Und warum hätte ich diese Angst nicht bei einem Aufkleber „Christentum? Nein danke!“?

    Dieser Unterschied sagt sehr viel über Christentum und Islam aus.

  2. Andy

    Hallo Marti,

    Zu Deiner Frage: Vermutlich weil Du Kirkegaards Kritik an der Lauheit der Volkskirche teilst? 🙂

    Ne, jetzt mal im Ernst: Was könnten wir dazu beitragen, dass Christen im deutschsprachigen Raum eine respektable Breitenwirkung erzielen?

  3. Martin

    Hallo Andy!

    Ganz einfach, aufhören dem Zeitgeist hinterherzurennen und sich redlich den heutigen Herausforderungen stellen.

    Dazu gehört die demographische Krise der eingesessenen Bevölkerung Europas, genauso wie die Ausbreitung des Islam und die Erosion der ethischen Grundlagen des Westens, die meines Erachtens zu einem erheblichen Teil Folge der Entchristianisierung sind.

    Ich habe große Zweifel, ob man da auf kurze und mittlere Sicht viel tun kann, aber wenn man nicht offen darüber reden kann, ist es so gut wie unmöglich Lösungsstrategien zu finden.

  4. Andy

    Hallo Martin,

    also wenn ich Dich jetzt richtig verstanden habe, hätten wir da folgende Lösungsansätze:

    Versuchen auf die Geburtenzahlen einzuwirken und eine klare Ethik lehren.

    Ich fände, dass sich das mit der Ethik sogar gut mit dieser Webseite umsetzen liesse. Was meinst Du? Lust an einer vermittlungsfähigen Ethikserie für Jugendliche mit zu arbeiten?

  5. Martin

    Hallo Andy,

    Ethik halte ich für überaus wichtig und Jugendlichen Wissen über Ethik zu vermitteln, ist eine verdienstvolle Aufgabe.

    Meine Erfahrung ist aber leider, dass bestimme, meines Erachtens entscheidende Dinge nicht angesprochen werden können, weil sie gegen die herrschende Multikulti-Ideologie verstoßen, die behauptet, dass alle Kulturen und Religionen – und damit auch die verschiedenen ethischen Systeme – gleichwertig seien.

    Das führt dazu, dass Unterschiede nicht herausgearbeitet werden können und letztendlich alles bei einer zwar gutgemeinten, aber doch zu nichts führenden Friede-Freude-Eierkuchen-Ethik bleibt.

    Wenn es darum geht, Unterscheide auch dann zu benennen, wenn es weh tun könnte, bin ich dabei.

    Noch ein Letztes: ich halte ernstgenommene christliche Ethik keineswegs für etwas harmloses. Wer starke ethische Richtlinien vermitteln will, kommt nicht umhin, auch die weniger schönen Aspekte zu lehren, die mit den Begriffen Schuld und Sünde verbunden sind.

  6. Andy

    Hallo Martin,

    super! Freut mich, dass wir da vielleicht was machen können. Ich würde mich gerne mal mit Dir darüber am Telefon oder via Skype unterhalten. Schick mir am besten die Kontaktdaten übers Kontaktformular!

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