Der Auftrag des Meisters – Jüngerschaft#01

Der Auftrag des Meisters – Jüngerschaft#01

Ein Thema, dass mehr bringt als Jugendgottesdienste, Megaevents oder Predigen ohne Ende ist das Thema Jüngerschaft. Vielleicht kennst du es unter dem Begriff „Beziehungsorientierte Jugendarbeit“. Egal wie du es nennen wirst, wir glauben dass darin ein großes Geheimnis für den Erfolg deiner Jugendarbeit liegt. Damit du weißt um was es geht und selbst beginnst, es zu tun, werden wir immer wieder Artikel zu diesem Thema herausbringen. Die gesamte Sammlung der Artikel zum diesem Thema findest du hier: zur Jüngerschaft-Serie

Hast Du Dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, was eigentlich gewesen wäre, wenn Jesus nicht 12 Jünger herangezogen hätte? Oder was gewesen wäre, wenn Jesus nach dem regelmäßigen Versagen seiner Jünger sie verworfen hätte und nicht weiter in sie investiert hätte? 11 dieser 12 waren hauptverantwortlich für die Verbreitung des Evangeliums, der guten Botschaft. Wir können fast mit Sicherheit annehmen, dass das Evangelium sich nicht so schnell und so weit verbreitet hätte, wenn Jesus nicht sein „Dienstleben“ lang in diese Männer Tag und Nacht investiert hätte. Es hätten sicher Menschen an Jesus geglaubt, aber es hätte etwas gefehlt: Ein starkes Vorbild – Jesus als Vorbild!

Ein starkes Vorbild für Jüngerschaft: Jesus!

Was ist ein Jünger?

Die Jünger damals hatten keinen blassen Schimmer was das für Konsequenzen für ihr Leben haben wird, Jesus nachzufolgen. Sie wurden ja alle von ihrem Alltagsgeschäft wegberufen. Aber sie haben sich bewusst für die Nachfolge Jesu entschieden. Der einzige Unterschied zu uns ist, dass ihnen vielleicht klarer war, was es bedeutet ein Jünger zu sein: Ein Jünger hört dem Meister zu, ein Jünger ahmt den Meister nach und ein Jünger verfolgt auch bei Abwesenheit des Meisters die Ziele des Meisters. Zur damaligen Zeit war es üblich, dass ein Lernender einen Meister hatte. Wir kennen das auch noch ein wenig aus den Lehrberufen im Handwerk. Da gibt es Meister und Gesellen und Lehrlinge. Der Meister gibt das Ziel vor, der Geselle übt es aus und weist wiederrum den Lehrling an, das gleiche zu tun. Dabei wird auch immer Wissen weitergegeben, aber den größeren Lerneffekt hat man durch das nachmachen des Meisters.

Die Frage, die wir uns jetzt selbst stellen müssen, ist folgende:

Bin ich ein Jünger Jesu? Bist du ein Jünger Jesu?

Viele glauben an Jesus ohne dass es Konsequenzen in ihrem Leben hat.

Mach es ernst mit Jesus!

Wir leben in einer sehr unverbindlichen Zeit. Wir können alle glauben was wir wollen, tun was wir wollen und müssen selten jemand Rechenschaft abgeben für unser tun. Dieser Geist hat sich auch in der Christenheit bemerkbar gemacht: Viele glauben an Jesus ohne dass es Konsequenzen in ihrem Leben hat. Stellt euch jetzt aber vor, wie das abgelaufen wäre wenn die Jünger beim Ruf Jesu „Folgt mir nach“ geantwortet hätten: „Ja Herr, ich stimme dir und deiner Lehre voll zu. In meinem Herzen glaube ich das voll und ganz und bin ein echter Fan von dir. Ich werde dich auch unterstützen durch Spenden oder sonstige Hilfe, wo es nur geht. Aber lass mich hier in meinem Job als Fischer.“

So eine Antwort kommt uns ziemlich dämlich vor, richtig? Und das ist es auch. Wenn ich dich fragen würde, ob du mit mir nach der Jugend in den McDonalds kommst, dann bringt es nichts wenn du mir erzählt, wie toll du den McDonald findest und du mir voll dabei zustimmst, dass es die beste Option zum Essen gehen ist. Die Wahrheit ist, du kommst nicht mit und bleibst da, wo du bist.

Jesus sagt in Matthäus 16,24-27:

24 Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach! 25 Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden. 26 Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewönne, aber sein Leben einbüßte? Oder was wird ein Mensch als Lösegeld geben für sein Leben? 27 Denn der Sohn des Menschen wird kommen in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun.

Bist du bereit zu sterben um Frucht zu bringen?

Und 3 Kapitel vorher (Matthäus 13) finden wir das Gleichnis vom Sämann. Es gibt nur eine Sorte von Körnern, die in dieser Begebenheit gut wegkommen: Die, die auf gute Erde fallen, sterben und dann viel Frucht bringen.

Alle anderen fruchtlosen Samen sind am Ende des Gleichnisses tot. Gefressen von den Vögeln, erstickt von den Dornen oder von der Sonne vertrocknet. Wo das Wort Gottes auf guten Boden fällt bringt es Frucht.

Auf den Punkt gebracht

Jetzt nochmal meine Frage? Bist du ein Jünger Jesu? Bist du bereit zu sterben um Frucht zu bringen? Nicht unbedingt den leiblichen Tod, sondern deine Bequemlichkeit zu verlassen, Zeit, Geld und Kraft zu opfern um Frucht zu bringen? Oder bist du nur ein Hobby-Christ, der Jesus in Gedanken nachfolgt? Spätestens jetzt solltest du dich entscheiden, ein Jünger Jesu sein zu wollen.

Wenn du ein Jünger sein willst, wirst du Jesus als deinen Herrn anerkennen müssen. Das bedeutet auch, seinen Worten zu folgen und seinen Willen zu tun. Und in Matthäus 28 finden wir genau das: Seinen letzten Befehl an seine Jünger.

Lesen Matthäus 28,18-20

18 Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. 19 Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, 20 und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.

weiter geht es nächste Woche in Teil 2 – Wie geht „Jüngermachen“?

About Daniel Monshausen

Jahrgang 1984, verheiratet und 3 Kinder. Seit mehr als 8 Jahren ist Daniel als Jugendleiter in der Freien evang. Brüderversammlung in Metzingen aktiv. Er hat eine einjährige Grundlagenausbildung am EBTC Zürich absolviert. Seit 4 Jahren ist er Verantwortlicher im Holynetwork mit dem Schwerpunkt holynetwork.de.

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