"Der fromme Atheist"

"Der fromme Atheist"

Gibt es „fromme Atheisten“? Ja, es gibt „fromme Atheisten“! Ich selbst gehöre auch immer wieder zu dieser Sorte von „Frommen“. Anders kann ich mir nicht erklären, wieso so viele Punkte, die Graig Groeschel in seinem Buch anschneidet, direkt auf mein eigenes Leben gepasst haben. Und darum ist dieses Buch eine Empfehlung für jeden Christen.

Worum geht’s?

Der Untertitel „Du glaubst an Gott, aber lebst so als ob alles von dir abhängt?“ zeigt direkt den roten Faden auf. Graig schafft es wunderbar viele wunden Punkte im Leben eines Christen zu berühren. Da ist die mangelnde Kenntnis von Gott und seinem Wesen oder das Problem der ungeklärten Vergangenheit. Du fühlst dich von Gott nicht geliebt oder hast das Gefühl, deine Gebete enden 2 Meter über dir (da, wo halt die Zimmerdecke ist)? Du glaubst, Gott ist unfair zu dir oder irgendwem oder zu schwach, dich zu verändern? Sorgen prägen deinen Alltag? Du denkst, Geld ist das Heilmittel für alle deine Probleme? Alles Fragen die uns immer wieder quälen. Fragen, die Angesichts eines großen, starken und souveränen Gott eigentlich keine sein sollten. Sie sind es aber trotzdem? Willkommen im Club der „frommen Atheisten“!

[alert type=“blue“]Eine Leseprobe des Buches gibt es hier![/alert]

In 12 Kapiteln geht Craig immer wieder mit der gleichen Grundfrage an ein Thema heran: „Sie glauben an Gott, aber …!“ Praktisch und zutreffend beschreibt er hier viele „Problemzonen“ eines Christen. Persönlich hat mich fast jedes Kapitel so angesprochen, dass ich wirklich lange über mein eigenes Leben nachdenken und prüfen musste, wie es um mein Gottvertrauen auf diesem Gebiet so steht.

Hier mal ein Überblick über die Themen

  1. Sie glauben an Gott, kennen ihn abger nicht wirklich?
  2. Sie glauben an Gott, schämen sich jedoch für Ihre Vergangenheit?
  3. Sie glauben an Gott, wissen aber nicht, ob er Sie liebt?
  4. Sie glauben an Gott, aber nicht daran, dass Ihre Gebete etwas bewirken?
  5. Sie glauben an Gott, meinen aber, er sei unfair?
  6. Sie glauben an Gott, wollen aber nicht vergeben?
  7. Sie glauben an Gott, aber nicht an die Möglichkeit zur Veränderung?
  8. Sie glauben an Gott, machen sich aber ständig Sorgen?
  9. Sie glauben an Gott, streben aber um jeden Preis nach Glück?
  10. Sie glauben an Gott, verlassen sich aber lieber auf die Macht des Geldes?
  11. Sie glauben an Gott, erzählen aber anderen nicht von ihm?
  12. Sie glauben an Gott, aber nicht an seine Gemeinde?

Fazit:

Jeder Christ sollte dieses Buch lesen! Warum? Weil jeder von mindestens einem Kapitel so deutlich angesprochen wird, dass es ihn in seinem Glauben weiterbringt. Egal ob schon lang wiedergeboren oder ganz frisch im Glauben! Dieses Buch fordert einen wirklich heraus sein Leben „echt“ zu leben, nicht nur den frommen Schein zu tragen.

Weitere Infos zum Buch:
Titel: Der fromme Atheist
Autor: Craig Groeschel
Erschienen: 2012
Verlag: Gerth Medien
Umfang: 217 Seiten
Kosten: 13,99€
ISBN: 978-3865916365

 

About Daniel Monshausen

Jahrgang 1984, verheiratet und 3 Kinder. Seit mehr als 8 Jahren ist Daniel als Jugendleiter in der Freien evang. Brüderversammlung in Metzingen aktiv. Er hat eine einjährige Grundlagenausbildung am EBTC Zürich absolviert. Seit 4 Jahren ist er Verantwortlicher im Holynetwork mit dem Schwerpunkt holynetwork.de.

2 Comments

  1. Peter

    Der Titel ist tatsächlich vielversprechend und auch der Hinweis, dass jeder Christ dieses Buch lesen sollte. Nachdem ich es daraufhin gekauft und zu einem gut Teil gelesen habe, bin ich doch etwas enttäuscht: Den Unterbau empfinde ich relativ dünn, mit vielen Worten aufbereitet (vielleicht zu sehr „amerikanisch Stil“). Vielleicht kommt mein Eindruck auch daher, dass ich unmittelbar vorher das Buch von Manfred Lanz „Leben in der Liebe des Vaters“ gelesen habe, bei dem es ja auch um die Mitte der Gottes-/Vaterbeziehung geht: Weniger Worte, mehr Gehalt, existenzieller, „erlittener“, daher für mich bewegender, berührender, ansprechender.

    1. Daniel Monshausen

      Hallo Peter,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich muss zugeben, das Buch strotzt nicht voll tiefer Theologie, aber dafür finde ich es sehr praktisch. Ich persönlich fand es selbst beim 2. lesen immer noch sehr gut und leicht anwendbar, es hat mich persönlich angesprochen, mich an meinen wunden Stellen erwischt und Fragen aufgeworfen, die ich mir ernsthaft stellen musste.

      Ein Buch spricht ja immer mal mehr und mal weniger in unser Leben hinein. Somit hoffe ich, dass du es nicht als verschwendete Zeit wahrgenommen hast, sondern doch das eine oder andere mitnehmen konntest.

      Das Buch, dass du gelesen hast, werde ich mir auch auf meine ToRead-Liste setzen. 🙂 Vielen Dank für diesen Tipp.

      Gott segne Dich.

      Liebe Grüße,
      Daniel

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