Der größte Feind des Weltfriedens [Zitat]

Der größte Feind des Weltfriedens [Zitat]

Ich lese gerade eine Biographie von Agnes Gonxha Bojaxhiu (aka. Mutter Theresa). Sie hat am 15. Juni 1988 vor der UNO-Vollversammlung über den größten Feind des Weltfriedens gesprochen. Dort, und neun Jahre vorher in Oslo, bei der Entgegennahme des Friedensnobelpreises sagte sie:

„Der größte Friedenszerstörer ist heutzutage die Abtreibung, weil es ein direkter Krieg ist, ein direktes Töten, ein direkter Mord durch die Mutter selbst. Viele Leute kümmern sich sehr um die Kinder in Indien oder Afrika, wo eine ziemlich große Zahl stirbt, vielleicht wegen Unterernährung, aus Hunger und Ähnlichem. Aber in den entwickelten Ländern sterben Millionen durch den Willen der eigenen Mutter.“

Anlässlich des 40. Jahrestages der UNO wiederholte sie 1988 in New York:

„Wir fürchten uns vor einer neuen Krankheit namens Aids, aber wir fürchten uns nicht davor, auf grausame Weise ein unschuldiges Kind zu töten. Der größte Feind des Weltfriedens ist die Abtreibung.“

Quelle: Göttler, Norbert: Mutter Theresa, Reinbeck 2010, 96f.

Foto: firehawk 77 sxc.hu

About Andreas Fronius

Andy ist der Jugend-Pastor in der Crossroads International Church of Basel und arbeitet für Young Life Schweiz. Seine Leidenschaft gilt dem predigen und ausrüsten junger Leute für eine effektive Jugendarbeit. Du kannst dir seine Jugendarbeit hier ansehen: redbasel.ch.

3 Comments

  1. Andy

    Hey Rene,

    das ist ne coole Frage. Leider kann ich sie nicht beantworten. Aus dem Buch wird aber deutlich, dass Jesus der Auftraggeber für ihren Dienst aus Liebe war. Am besten lasse ich mal ein Zitat sprechen:

    „Im Lauf des Jahres sehnte ich mich sehr oft danach, alles für Jesus zu sein und andere Seelen – vor allem indische – dahin zu bringen, Ihn glühend zu lieben, mich absolut mit indischen Mädchen zu identifizieren und Ihn so zu lieben, wie Er noch niemals zuvor geliebt wurde.“ (Mutter Theresa in einem Brief an Erzbischof Périer vom 13. Januar 1947, Vatikanisches Archiv)

    Sicherlich und leider hatte sie kein reformatorisches Rechtfertigungsverständnis… denn das hätte ihr vielleicht mehr Stabilität in ihren enormen Glaubenszweifeln gegeben. Sie war eben ganz Kind der katholischen Kirche und ganz „die Kleine“ Jesu.

    Ihr „Berufungserlebnis in der Berufung“ (wie sie es nannte) gibt eine tiefe Einsicht in ihre Persönlichkeit:

    „Meine Kleine – komm – komm doch – trag mich in die Löcher der Armen. – Komm, sei Mein Licht – Ich kann nicht alleine gehen – … sie kennen Mich nicht – daher wollen sie Mich nicht. Komm du – geh mitten unter sie, trage mich mit dir zu ihnen. – Wie Ich mich danach sehne, zu ihnen in ihre Löcher zu kommen – in ihre dunklen unglücklichen Häuser. Komm, sei ihr Sühneopfer – in deiner Hingabe – in deiner Liebe für Mich – werden sie Mich erkennen – Mich kennen lernen – Mich wollen. Bringe noch mehr Opfer dar – lächle noch freundlicher, bete inniger und alle Schwierigkeiten werden verschwinden.“ (Feldmann, 23.)

    Aus dem Berufungserlebnis wird ersichtlich, dass sie ihre eigenen Taten als Sühneopfer für andere Menschen ansah. Wie sie aber zum Sühneopfer Jesu stand, und welchen Stellenwert es im Vergleich mit ihren eigenen Liebesopfern hatte, kann ich nicht beurteilen. Dafür kenne ich sie einerseits noch zu wenig, andererseits sagt Jesus auch in Mt 7,1, dass ich in der Frage „ob sie gerettet ist“ keine Kompetenz habe. 🙂

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