Film-Tipp: To Save A Life

Film-Tipp: To Save A Life

Mit „To save a life“ gibt es endlich wieder einen guten Film für die Jugendgruppe.

Es geht um Jake, einen amerikanischen High-School-Schüler, der alles hat was man sich nur wünschen kann: Reiches Elternhaus, jede Menge Freunde, eine schöne Freundin, gute Noten, und den größten Erfolg im Sport. Störend nur, dass sich eines Tages ein Außenseiter namens Roger auf dem Schulflur eine Kugel in den Kopf schießt. Roger war einst Jakes bester Freund, bevor er dick, langsam und uncool wurde. Jake überlegt, ob er Roger hätte retten können, kommt ins Grübeln, sucht geistlichen Beistand. Bei seinen Freunden löst diese Veränderung wenig Begeisterung aus.

Christ werden und das Chaos bricht aus

Der Film zeigt gut, dass man als Christ kein besseres Leben führt. Im Gegenteil: In Jakes Leben bricht das Chaos aus. Seine Eltern wollen sich scheiden lassen, seine Freundin wird schwanger und will abtreiben. Er steht in der Mitte von einem großen Chaos und muss damit umgehen.

Christliche Jugendgruppen und Spiele

Eine der größten Besonderheiten des Films ist, dass sie christlichen Jugendgruppen einen Spiegel vorhält. Es werden Jugendgottesdienste gezeigt, ein fürsorglicher Jugendpastor, jede menge Heuchler in der Gruppe und einzelne die sich wirklich für ihre Mitmenschen interessieren. Alleine die Szenen in der Jugendgruppe wären schon als Filmausschnitt für einen Jugendabend sehr gut geeignet um „echtes Christsein“ oder „Heuchelei“ zu thematisieren.

Das Haar in der Suppe

Jake wird Christ. Und hier ist auch der Haken des Films: Christsein besteht aus Glauben an Jesus als Gott und Erlöser – sowie einem veränderten Leben. Jakes leben verändert sich, jedoch ist von Jesus und seinem Glauben keine Spur. Hier besteht Erklärbedarf für die Gruppe. Ich vermute, dass es marketingtechnische Gründe hatte, dass Jesus aus dem Film gestrichen wurde.

Schlechte deutsche Synchronisation

O.k. es gibt mehr als ein Haar in der Suppe: Leider ist die deutsche Synchronisation für den Film teilweise alles andere als Lippensynchron. Auch hören sich die Stimmen oft so an, als wurden sie in einem kleinen Raum aufgekommen. Anfangs ist es noch störend. Aber man kann sich dran gewöhnen.

Gesamtfazit

Der Film ist packend und spannend bis zum Schluss. Es gibt immer wieder Wendungen die man nicht vorausgeahnt hat. Man bekommt Einblick in ein kleines Stück Jugendkultur mit Beer-Pong und Partys, aber auch in eine kleines Stück Evangelikale-Gemeindekultur mit einem gesetzlichen Pastor und dessen Sohn, der sich bestens für die Rolle des Teufels im nächsten Jesusfilm eignen würde.

Es ist einer der Filme die ich sehr gerne mit der Jugendgruppe anschauen würde.

Er beinhaltet einen Großteil der Probleme mit denen sich Jugendliche unserer Tage konfrontiert sehen – und das macht ihn sehenswert.

To save a life DVD – bei Amazon.de ansehen.

About Andreas Fronius

Andy ist der Jugend-Pastor in der Crossroads International Church of Basel und arbeitet für Young Life Schweiz. Seine Leidenschaft gilt dem predigen und ausrüsten junger Leute für eine effektive Jugendarbeit. Du kannst dir seine Jugendarbeit hier ansehen: redbasel.ch.

1 Comments

  1. Gina

    Schon auf meine Wunschliste gepackt =) Mir ist der Film auch schon aufgefallen, hatte allerdings bisher nicht das Geld in mir zu holen. Glaube aber, dass er ziemlich cool ist, zumindest hört er sich gut an. =)

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