Georg Müller – Ein Mann, der die Welt veränderte

Georg Müller – Ein Mann, der die Welt veränderte

Scheinbar lebe ich zur Zeit im 19. Jahrhundert. Spurgeon, Hofacker und jetzt Georg Müller. Diese Leute haben viel für Gottes Reich getan. Von Georg Müller können wir heute ne Menge lernen. Zum Beispiel, wie er ohne Spendenaufrufe oder Aktionen Geld für seine Weisenhäuser sammelte.

Er begann sein Leben als Dieb, Betrüger und Säufer, doch als er als Student in Halle in einen Hauskreis mitgenommen wurde, änderte Jesus sein Leben komplett. Er war eigentlich von seinem Vater nach Halle zum Theologiestudium geschickt worden, und lebte dort ein wildes Studentenleben. Als ihn dann ein Freund mit in seinen Hauskreis nahm, merkte er, dass er endlich gefunden hatte wonach er so lange gesucht hatte: Eine Beziehung zu Jesus & zu Christen die nicht nur gesetzlich sind. Nach dieser Wende ging er voll ab, so dass sein damaliger Prof. Tholuck ihn in vielen Gemeinden predigen liess. Dafür hatte er offensichtlich eine große Gabe.

Heute erinnert man sich an ihn als den Mann, der in seinem Leben mehr als einhundertfünfzig Millionen Euro sammelte (natürlich auf heutige Verhältnisse hochgerechnet). Mit diesem Geld ließ er 120.000 Waisen ein Heim und Fürsorge zukommen! Und das alles ohne Spendenaufrufe oder Aktionen… sondern durch Gebet.

Einmal, es war noch in der Anfangszeit seiner Umsetzung dieses Prinzips, da hatte er nur noch acht Pfund. Als er und seine Frau in dieser Zeit eine Dame aus der Gemeinde besuchten, wurden sie von ihr gefragt ob sie Geld bräuchten. Sie hatten es wirklich nötig, und er hätte fast gesagt: „Ja, wir brauchen dringend Geld“. Stattdessen erinnerte er sich an seinen Deal mit Gott und sagte: „Gott weis, was wir brauchen!“. Daraufhin sagte die Frau, dass Gott ihr aufs Herz gelegt habe ihnen Geld zu geben. Am Ende des Besuchs steckte sie ihnen zwei Pfund zu.

Eine der wohl bekanntesten Geschichten aus der Ersten Waisenhausphase (so würde ich die Zeit nennen, als sie noch einzelne Häuser als Waisenheime angemietet hatten) ist die mit dem Bäcker…

Waisenhäuser aus der zweiten Phase - Selbstgebaut. Bewundernswert: Für Grundstück und der Bau der Häuser wurde kein Kredit auf genommen, sondern 2 1/2 Jahre gebetet. Alles wurde dann sofort bezahlt. Und das trotz Inflation!

… Oft war es so, dass die Tische in den Waisenhäusern gedeckt und die Kinder am Tisch saßen – aber gar kein Essen da war. Doch immer versorgte Gott das Unternehmen von Müller. Eines Tages als mal wieder nichts auf dem Tisch war, kam ein Bäcker mit vielen Broten und anderen Backwaren. Er erzählte, dass er nicht schlafen konnte und Gott ihm die ganze Zeit aufs Herz gelegt hatte Brote für das Waisenhaus zu backen. Also war er schon morgens um zwei Uhr aufgestanden um die ganze Nacht hindurch Brot für die Kindern zu backen. Die Freude war groß!

Georg Müller – ein deutscher Immigrant in England – war ein Pionier des neunzehnten Jahrhunderts der Gott bei seinem Wort nahm. Seine Botschaft ist heute genau so relevant und kraftvoll wie vor zweihundert Jahren: Gott ist real und ihm kann man unbedingt vertrauen.

About Andreas Fronius

Andy ist der Jugend-Pastor in der Crossroads International Church of Basel und arbeitet für Young Life Schweiz. Seine Leidenschaft gilt dem predigen und ausrüsten junger Leute für eine effektive Jugendarbeit. Du kannst dir seine Jugendarbeit hier ansehen: redbasel.ch.

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