Geschichte: Einnehmen ist besser als Aufgeben

Geschichte: Einnehmen ist besser als Aufgeben

Frederick Brotherton Meyer (1847 – 1929) war Pastor verschiedener Gemeinden in Großbritannien und hat in vielen Telen der Welt als Prediger in christlichen Versammlungen gedient. Er hat über 70 Bücher geschrieben. Unzählige Menschen sind seinem Beispiel gefolgt und haben sich völlig Christus ausgeliefert. Sein Hauptthema war, wie Christen ein reich gesegnetes Leben durch die Kraft des Heiligen Geistes leben könnten.

„Vor Jahren war ich zusammen mit Canon Wilberforce in Southampton. Ich war in der ersten Begeisterung meiner neuen Hingabe. Eines Herbstabends sagte er:

„Lasst uns ums Feuer sitzen und unsere Erfahrungen weitergeben.“

Lord Radstock, der neben mir saß, begann. Ich folgte und redete, wie man so redet, wenn man ein neuer Anhänger dieser großartigen Lehre ist – zum großen Teil über meine Hingabe an Christus. Da erhob sich ein alter Geistlicher, der mir gegenüber saß, und sagte:

„Ich bin sehr verwundert darüber, dass Mr. Meyer nichts Besseres als das hat! Wenn man ihn so reden hört, könnte man denken, man müsste nur aufgeben. Nach meinem Glauben geht es aber darum einzunehmen. Zuerst einnehmen und danach fallen lassen und aufgeben.“

Wer Gold bekommt, löst sich von der Schlacke und wer echte Diamanten bekommt, löst sich vom Imitat. Nimm Christus, und die Welt lockt dich nicht mehr. Gib mir Sonnenlicht und ich werde auf elektrisches Licht verzichten. Gib mir Tageslicht und ich brauche keine künstliche Beleuchtung.

Er fuhr fort: „Ich war früher leicht zornig. Ich kämpfte dagegen an. Eines Nachmittags, als eine Reihe von Kinders sich weigerte, meiner Lehre zuzuhören, war ich am Ende meiner selbst. Ich war kurz davor, die Selbstbeherrschung zu verlieren, als ich mich an Christus wandte und sagte: „Christus, sei du meine Sanftmut.“

Anstatt die aufsteigende Wut zu bekämpfen, nahm er Christus, damit Er seine Geduld, seine Demut, seine Sanftmut, seine Selbstbeherrschung sei. Augenblicklich sah ich, dass dies eine bessere Erfahrung war. Ich erinnere mich noch, wie Canon Wilberforce am nächsten Morgen die Treppe herunter kam und mich fragte, als er bei mir stand:

„Was denkst du über den gestrigen Abend?“

Ich antwortete: „Ich denke, er wird einen Neubeginn in meinem Leben bedeuten.“

Er sagt: „Das wird er auch in meinem tun.“

Von der Minute an habe ich versucht, so zu leben. Und wann immer ich etwas brauche, sagte ich „Christus, sei du dies in mir.“ Das ist die gute Frucht des Landes.

Die folgende Begebenheit stammt aus dem Buch „In der Hand des Meisters“. Es ist aus dem englischen („Fit fort he Master´s Use“) ins Deutsche von der „Calvary Chapel Heidelberg“ übersetzt worden und unter der ISBN Nr: 797-0-97002-188-4 erhältlich.

Quelle: „In der Hand des Töpfers“ von F.B. Meyer. Erschienen bei Calvary Books (calvarybooks.de). S. 57/58

 

About Daniel Monshausen

Jahrgang 1984, verheiratet und 3 Kinder. Seit mehr als 8 Jahren ist Daniel als Jugendleiter in der Freien evang. Brüderversammlung in Metzingen aktiv. Er hat eine einjährige Grundlagenausbildung am EBTC Zürich absolviert. Seit 4 Jahren ist er Verantwortlicher im Holynetwork mit dem Schwerpunkt holynetwork.de.

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