Interview mit den Erfindern des Hirtenbarometers

Interview mit den Erfindern des Hirtenbarometers

Dies ist ein Interview mit Magdalena Koj, Gründungsmitglied von Hirtenbarometer.de.

A: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, das Hirtenbarometer zu machen?

M: Bei vielen Gesprächen und Diskussionen, die sich um das Thema Kirche und Religion drehten, sind wir immer wieder zu dem Punkt gelangt, dass pastorale Arbeit Qualität haben sollte. Außerdem haben wir festgestellt, dass das Bild von der Kirche in der Öffentlichkeit häufig sehr zwiespältig ist. Einmal ist da das große Bild der Kirche, das die Medien vermitteln. Auf der anderen Seite ist da jenes Bild, welches man in seiner Gemeinde selbst erlebt.

Die Abweichungen dieser beider Bilder von einander sind oft sehr erstaunlich. Und gerade das kleinere, persönliche Bild wird häufig leider überhaupt nicht nach außen getragen.

Mit Hirtenbarometer wollten wir das ändern und gerade die vielen kleinen Bilder über die Grenzen einer Gemeinde hinaus sichtbar machen.

A: Können auch Freikirchenpastoren bewertet werden?

M: Bisher noch nicht. Die Aufnahme weiterer Konfessionen steht bei uns aber derzeit ganz oben auf der Liste der nächsten Erweiterungen, genauso wie die Ausweitung des Hirtenbarometers auf Österreich und die Schweiz.

A: Wie ist das Feedback, das ihr bisher auf Hirtenbarometer.de erhalten habt?

M: Das Feedback ist vielfältig und in der Mehrzahl positiv und konstruktiv. Besonders gut gefällt uns, dass konstruktiv geäußerte Kritik häufig mit Quellenangaben belegt wird. Natürlich prallen auch mal verschiedene Meinungen und Positionen aufeinander. Wir sind gerade in diesen Situationen begeistert davon, dass dieses Feedback häufig in einem fruchtbaren Dialog zwischen den Schäfchen mündet.

A: Wie lange wurde die Webseite entwickelt, bis sie online ging?

M: Wir haben an der Umsetzung ungefähr ein Jahr gearbeitet, bis das Hirtenbarometer in der ersten Version online war. Die Idee ist sogar ein wenig länger gereift.

A: Habt ihr schon Pläne für weitere Projekte in dieser Richtung?

M: Wir haben einige weitere Ideen und für manches davon gibt es auch schon einen konzeptionellen Ansatz aber im Moment konzertieren wir uns komplett darauf, das Hirtenbarometer zu erweitern.

A: Was ist das Ziel von Hirtenbaromenter?

M: Unser Ziel mit dem Hirtenbarometers ist es, einen neuen, fruchtbaren Ansatz für Dialog zwischen Hirten und Schäfchen zu geben. Das Hirtenbarometer im Internet kann dabei die Brücke sein, zwischen Menschen, die sich sonst nicht oder nur deutlich weniger mit ihrer Meinung im Gemeindeleben einbringen würden. Für die Hirten entsteht hier eine neue Möglichkeit Feedback aus Ihrer Gemeinde zu erhalten und ihr eigenes Bild in der Öffentlichkeit besser wahrzunehmen. Nicht zuletzt bietet das Hirtenbarometer Hirten über die Kommentarfunktion einen Zugang zum Dialog mit Schäfchen, denen sie sonst eventuell nicht direkt begegnet wären. Wir sind überzeugt, dass das Hirtenbarometer zu einem positiven Dialog beitragen und die Gemeinschaft in den Gemeinden bereichern wird. Daher sind wir selbst für Feedback sehr dankbar und richten die zukünftige Entwicklung des Hirtenbarometers an den Wünschen der Schäfchen und Hirten aus.

Vielen Dank für das Interview!

About Andreas Fronius

Andy ist der Jugend-Pastor in der Crossroads International Church of Basel und arbeitet für Young Life Schweiz. Seine Leidenschaft gilt dem predigen und ausrüsten junger Leute für eine effektive Jugendarbeit. Du kannst dir seine Jugendarbeit hier ansehen: redbasel.ch.

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