Islam Teil 2: Der Koran

Islam Teil 2: Der Koran

Willkommen zu dem zweiten Teil über den Islam. In diesem Teil werden wir uns einen Überblick über den Koran verschaffen.

Der Koran und seine Entstehung

Er besteht aus 114 Kapiteln (Suren), in Verse unterteilt. Da der Koran Mohammed in einem Zeitraum von 23 Jahren gegeben wurde, kann man von einem mekkanischen und einem medinischen Teil sprechen. Die einzelnen Suren sind (mit Ausnahme von Sure 1) der länge nach geordnet. Das heisst, dass man die längsten Suren am Anfang und die kürzeste am Schluss vorfindet. Der Koran ist Allahs Wort, die göttliche Offenbarung, eben die heilige Schrift des Islam. Er hat eine überragende Bedeutung und hält die Glaubensgemeinschaft zusammen. Aber wie entstand der Koran eigentlich?

Anfangs hatte Mohammed immer wieder Offenbarungen, die zunächst von seinen engsten Vertrauten wortgetreu im Gedächtnis aufbewahrt wurden. Die Weitergabe dieser Offenbarungen erfolgte mündlich. Als nach dem Tode Mohammeds auch noch andere Offenbarungssprüche auftauchen, wird eine verlässliche Grundlage nötig. So entsteht der Koran unter Kalif Osman (644-656 n.Chr.) die osmanische Ausgabe etwa zwanzig Jahre nach Mohammeds Tod. Der Koran gilt im Islam als das einzige überzeugende Wunder von Mohammed.

Der Inhalt des Korans

Der Koran darf nicht geändert werden. Es waren bei der Offenbarung Geistige Wesen als Zeugen mit dabei. Bei Allah existiert eine Urschrift des Koran (Sure 85). Er beinhaltet das Verbot, zum Heiden zu werden und gibt den Auftrag, Heiden zu Allah zu führen. Übrigens ist die Offenbarung Allahs mit dem Koran abgeschlossen (Sure 45). Der Koran ist einzigartig, man könnte kein gleichwertiges Werk produzieren (Sure 17). Diese Unnachahmlichkeit des Koran ist auch das Bestätigungswunder für Mohammeds Auftrag.

Der Koran als Auditionen Mohammeds

Der Koran sei irrtumslos und Mohammed ist nicht fehlgeleitet (Sure 53). Er ist offenbart worden durch den Erzengel Gabriel (Sure 81). Dabei hat Mohammed den Erzengel in menschlicher Gestalt im Himmel stehend gesehen. Allah spricht durch Eingebung (göttliche Inspiration, innere Erleuchtung), hinter einem Vorhang, damit der Mensch sein Gesicht nicht sieht. Oder er spricht durch einen Boten.

Der Ramadan als Fastenmonat

Der Ramadan soll zur Erinnerung an die Herabsendung des Koran gehalten werden (Sure 2). Mohammed  wurde der Koran nämlich im Monat Ramadan offenbart. Darum soll auch gefastet werden. Es gibt auch Sonderregeln für den Ramadan: Ist man während des Ramadan krank, oder auf Reisen, dann soll man eine entsprechende Anzahl anderer Tage fasten.

Die himmlische Urschrift

Alle Offenbarungen Allahs, also auch die vor Mohammed, gehen auf die himmlische Urschrift zurück. Der Inhalt des Korans sei bereits in früheren Büchern enthalten. Der Koran ist ins Herz Mohammeds in arabischer Sprache eingegeben worden. Die Gelehrten der Kinder Israels wissen darüber schon Bescheid, denn sie hatten Zeichen für den Koran. Der Koran bestätigt die vorherigen Offenbarungen und ist als Warnung gegeben. Die Schrift Moses ist dem Koran als Richtschnur / Vorbild vorausgegangen. Übrigens hatten laut Islam auch diese biblischen Personen Offenbarungen diesbezüglich: Noah, Abraham, Ismael, Isaak, Jakob, die Stämme Israels, Jesus, Hiob, Jonas, Aaron, Salomo und David in den Psalmen.

Der mekkanische Teil des Koran (610-622 n.Chr.)

In diesem Teil des Koran geht es schwerpunktmäßig um folgende Inhalte:

  • Der Koran ist die Aussage eines vortrefflichen Gesandten (Erzengel Gabriel)
  • Keine Tötung von Kindern aus Angst vor Armut
  • Am Ende der Welt kommt ein Gericht, an dem jeder erkennt, was er Gutes getan hat und was nicht
  • Abgrenzung von anderen Religionen
  • Es gibt keinen Gott außer Allah (Sure 73)
  • Allah ist der einzige Gott, der souveräne Herrscher, der Absolute (unabhängig, die Erstursache), er hat weder Kinder gezeugt noch ist er selbst gezeugt, sein Dasein hat weder Anfang noch Ende, kein Geschöpf ist ihm ähnlich

Der medinische Teil des Koran (622-632 n.Chr.)

In diesem Teil des Koran geht es schwerpunktmäßig um folgende Inhalte:

  • Juden sind verirrt und wollen Moslems verirren
  • Andere Götter haben ist eine unvergebbare Sünde, alle anderen Sünden vergibt Allah, wenn er will
  • Heuchler erwartet eine schreckliche Strafe
  • Die gutes tun, werden zu den Rechtschaffenen gezählt
  • Aufforderung, um Allah willen zu kämpfen
  • Der Mann steht über der Frau, da sie aus ihm geschaffen ist
  • Wenn sie sich auflehnt: Ermahnen, keinen Sex, schlagen
  • Bei Hurerei sind vier Zeugen nötig, dann im Haus festhalten
  • Bei Diebstahl Hand abhacken, um ein warnendes Beispiel zu geben
  • Bei Mord kommt man in die Hölle und spürt so den Zorn Allahs
  • Bei Rebellion gegen Allah oder seinen Gesandten sprechen die Gesetze von ewigem Feuer
  • Wenn jemand zum Islam gehörte und dann einen anderen Weg einschlägt, so soll man ihm den Rücken zukehren (wie Allah ihm auch den Rücken zukehrt), diese Person wird in der Hölle schmoren

Der Koran als unverfälschtes Wort Allahs

Im Koran ist ja die göttliche Offenbarung aufbewahrt. Diese ist unvermischt durch menschliche Zusätze irgendwelcher Art. Der Koran sei der Wesensgehalt alle Botschaften, die früher gesandt worden waren (Thora, Psalmen Davids, Neues Testament – Jesus). Der Koran enthält Maßstäbe zur Beurteilung von richtig und falsch. Mohammed selbst stand im Kampf gegen die Einmischung Satans ins Wort Gottes.

About Andreas Fronius

Andy ist der Jugend-Pastor in der Crossroads International Church of Basel und arbeitet für Young Life Schweiz. Seine Leidenschaft gilt dem predigen und ausrüsten junger Leute für eine effektive Jugendarbeit. Du kannst dir seine Jugendarbeit hier ansehen: redbasel.ch.

2 Comments

  1. Martin

    Selten hab ich von einem Studenten so etwas einseitiges über den Koran gelesen.

    Es gibt ja eine Menge kritischer, wissenschaftlicher Bücher zum Thema. Das Standardwerk ist bis heute Theodor Nöldekes „Geschichte des Qorans.“

    Bei dieser Islam-Schönfärberie stellt mir die Frage:

    Bist du schon zum Islam übergetreten oder noch nicht?

  2. Andy

    Hallo Martin,

    bei dem Verfassen dieser Serie habe ich bewusst auf wertende Kommentare meinerseits verzichtet, und mich um die Darstellung wissenschaftlicher Fakten bemüht. Es geht in der Serie darum, einen Überblick über den Islam zu verschaffen. Daher gehört er auch zum Arbeitsmaterial.

    In anderen Teilen der Serie geht es etwas weniger „einseitig“ zu.

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