Liebe als Schlüssel zu Heilsgewissheit, Friede im Herzen und erhörten Gebeten

Liebe als Schlüssel zu Heilsgewissheit, Friede im Herzen und erhörten Gebeten

Im 1. Johannesbrief 3,10-24 wird die Notwendigkeit unserer Liebe zu den anderen Kindern Gottes betont. Diesen Text schauen wir uns in 2 Teilen an. Im 1. Teil wurde die Frage „Warum sollen wir als Christen lieben?“  beantwortet und hier im 2. Teil erfahren wir, was unsere Liebe mit Heilsgewissheit, Frieden im Herzen und einem erfüllten Gebetsleben zu tun hat. (Hier gehts zu Teil 1: http://wp.me/p8oYNt-3C4)

Johannes lässt keinen Zweifel daran, dass ein Christ zu jederzeit lieben soll und es unmöglich ist, Christ zu sein ohne zu lieben. Doch was bedeutet es „zu lieben“? In 1. Johannes 3 Verse 16-18 finden wir die Antwort darauf.

Was heißt es zu lieben?

„Hieran haben wir die Liebe erkannt, dass er (Jesus – Anm. d. Autors) für uns sein Leben hingegeben hat; auch wir sind schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben. Wer aber irdischen Besitz hat und sieht seinen Bruder Mangel leiden und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt die Liebe Gottes in ihm? Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit!“ 1. Johannes 3,16-18

Wie lieben oft nicht, weil unsere eigenen Vorstellungen, Pläne und Wünsche einen höheren Stellenwert für uns haben!

Wie es 3 Gründe gibt warum wir lieben sollen, gibt es auch 3 Antworten auf die Frage, wie wir unsere Geschwister lieben sollen.

1. Lieben nach dem Vorbild Jesu

Jesus hat sein Leben für uns Menschen hingegeben. Das verpflichtet uns auf gleiche Weise zu lieben wie er. Wir sollen unser Leben hingeben für unsere Geschwister. Was heißt das praktisch? Ist damit etwa Sterben gemeint? Im gewissen Sinn schon, wenn auch nicht unbedingt den leiblichen Tod. Es bedeutet eher ein „sich selbst aufgeben“ dem anderen zur Liebe. Ich opfere mich für den anderen, achte ihn dadurch höher als mich. Seine Bedürfnisse stehen über meinen.

Über Jesus wurde gesagt, dass er es „nicht wie einen Raub festhielt Gott gleich zu sein, sondern er wurde Mensch“ wie du und ich. Diese Bereitschaft in der Liebe zu dem Nächsten sollte charakteristisch für unser Verhältnis zu allen anderen Kindern Gottes sein. Sich selbst nicht höher achten als den anderen sondern im Gegenteil den anderen höher achten als sich selbst. Ob das jetzt materielle oder immaterielle Dinge betrifft, spielt keine Rolle.

2. Lieben durch Barmherzigkeit

Wenn wir das 1. Prinzip „Jesus als Vorbild“ für uns selbst anwenden, dann wirkt sich das in unserem Leben aus. Wir beginnen anders zu denken, zu planen und zu handeln. Es ist unnatürlich wenn wir einen anderen Menschen Not leiden sehen und dabei kalt bleiben. Die Liebe Gottes treibt uns zu Barmherzigkeit an, denn sie verändert den Zustand unserer Herzen von „hartherzig“ zu „barmherzig“. Wo diese Liebe fehlt, ist das Herz hart. Durch Gottes Liebe zu uns wird es aber weich.

Es sollte selbstverständlich sein, anderen in Not zu helfen.

Es sollte eine Selbstverständlichkeit für uns sein, anderen aus ihrer Not zu helfen – gleich ob der Andere ein Kind Gottes ist oder nicht. Aber wenn wir es nicht mal schaffen die Geschwister zu lieben, wie wollen wir dann die lieben, die einen anderen Vater haben als wir selbst? Liebe drückt sich durch Barmherzigkeit aus – und Barmherzigkeit durch Taten.

3. Lieben durch Taten, nicht nur durch Worte

Die Liebe soll nicht nur ein Vorsatz sein und in frommen Worten daher kommen, sondern sie soll „in Tat und Wahrheit“ gezeigt werden. Oft helfen wir nicht, weil wir bereits am 1. Punkt scheitern und unseren eigenen Vorstellungen, Pläne und Wünsche einen höheren Stellenwert einräumen, als die Bedürfnisse des anderen. Was für eine Selbsttäuschung ist es, wenn wir dann von uns selbst behaupten, die Geschwister zu lieben. Wenn wir das nicht praktisch tun, lieben wir sie nicht. Und was das im Endeffekt bedeutet für dich und mich persönlich, haben wir bei der 1. Frage bereits beantwortet, „Warum wir lieben sollen“.

Lasst uns lieben durch Taten, nicht durch leere Worte.

Die 3. Frage ist: Welche Auswirkungen hat das auf uns selbst, wenn wir lieben oder nicht lieben?

Lohnt es sich, die Geschwister zu lieben?

Lohnt es sich andere zu lieben? Die Antwort finden wir in diesen 5 Versen.

„Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und können vor ihm unser Herz überzeugen, dass, wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge. Ihr Lieben, wenn uns unser Herz nicht verdammt, so reden wir freimütig zu Gott, und was wir bitten, empfangen wir von ihm; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm wohlgefällig ist. Und das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und lieben uns untereinander, wie er uns das Gebot gegeben hat. Und wer seine Gebote hält, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt: an dem Geist, den er uns gegeben hat.“ 1. Johannes 3,19-24

Die ausgelebte Liebe gibt uns selbst die Gewissheit, Kinder Gottes zu sein. Diese Liebe ist nicht menschlicher Natur, sondern göttlicher Natur. Kein Mensch kann so lieben, es sei denn Gottes Liebe fließt durch ihn. Deshalb bezeichnet Johannes die gelebte Liebe eines Kindes Gottes als ein Kennzeichen dafür, dass wir in der Wahrheit wandeln.

Diese Erkenntnis wird dazu führen, dass wir vor ihm „unser Herz zur Ruhe bringen“. Wenn wir in Tat und Wahrheit lieben, dann lieben wir aus der Kraft Gottes heraus! Unsere Motivation ist rein. Niemand kann uns verurteilen, sondern wir haben Frieden im Herzen über jede Anklage, da wir wissen dass Gott unsere wahren Motive kennt.

Deine Heilsgewissheit, dein Frieden im Herzen und deine Gebetserhöhrungen hängen alle mit deiner Liebe zu den Geschwistern zusammen.

Eine weitere Folge davon ist, dass wir frei vor Gott treten und ihn bitten können um was wir wollen, wir werden es empfangen! Was ein Versprechen! Aber es beginnt bei der Liebe!

Deine Heilsgewissheit, dein Frieden im Herzen und deine Gebetserhöhrungen hängen alle mit deiner Liebe zu den Geschwistern zusammen. Wenn diese Liebe bei mir nicht vorhanden ist, dann bin ich tot und habe kein Leben. Kann es vielleicht sein, dass wir uns zu sehr auf der Ausrede ausgeruht haben, doch nicht alle lieben zu können? Kann man nicht jedem anderen Gläubigen Gutes tun und sie somit lieben? Braucht man immer diese gefühlte Liebe im Herzen um anderen Gutes zu tun? Nein! Sondern weil Gottes Liebe in uns ist können wir jeden Menschen lieben, erst recht die anderen Kinder Gottes.

„Und das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus und lieben uns untereinander, wie er uns das Gebot gegeben hat.“ 1. Johannes 3,23

Sein Gebot ist klar. Lasst uns damit beginnen. Heute. Sofort. Wir haben alle Nachholbedarf.

About Daniel Monshausen

Jahrgang 1984, verheiratet und 3 Kinder. Seit mehr als 8 Jahren ist Daniel als Jugendleiter in der Freien evang. Brüderversammlung in Metzingen aktiv. Er hat eine einjährige Grundlagenausbildung am EBTC Zürich absolviert. Seit 4 Jahren ist er Verantwortlicher im Holynetwork mit dem Schwerpunkt holynetwork.de.

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