Meine Erfahrungen mit einem Buchprojekt

Meine Erfahrungen mit einem Buchprojekt

Buchprojekt in der JugendarbeitVor längerer Zeit schrieb ich über die Idee ein Buchprojekt in der Jugendarbeit durchzuführen und über die Auswahl eines geeigneten Buches für solch ein Projekt. In diesem Artikel möchte ich mir einiger Distanz zum Projekt meine Erfahrungen für euch festhalten. Sicher könnt ihr dadurch auch etwas für euer Buchprojekt lernen.

1. Wie schnell beginnt man ein Buchprojekt?

Nachdem ich in der Teeny-Arbeit gute Erfahrungen mit einem Buchprojekt gemacht habe, sind wir auf meine Empfehlung hin ziemlich blauäugig an das Buchprojekt in der Jugendarbeit herangegangen. Im Rückblick finde ich sehr gefährlich, was wir gemacht haben. Wir entschieden uns für ein Buch, ohne es vorher gelesen und uns tiefere Gedanken gemacht zu haben. Gott sei Dank haben wir mit „Der Retter“ von Mark Driscoll ein sehr gutes Buch erwischt! Das hätte auch ganz schön nach hinten gehen können, weil es viele gefährliche und langweilige Bücher gibt.

Retter

Mir hätte dieser Artikel, den ich daraufhin geschrieben habe, sehr geholfen. 😉 Ich empfehle auf jeden Fall jedem Jugendleiterteam, das Buch vorher einmal gelesen zu haben. Wenn man es als Jugendleiter kein zweites Mal lesen möchte, dann eignet es sich auch nicht für die Jugendlichen. Und macht euch Gedanken, ob es zu den Fragen und Interessen der Jugendlichen passt. „Der Retter“ ist ziemlich anspruchsvoll…

Mit den Teenys haben wir übrigens „Gottes Geschichte mit dir – Für Teens“ von Max Lucado gelesen. Das Buch ist auch empfehlenswert für ein Buchprojekt!

2. Wie gestaltet man ein Buchprojekt interessant?

Wird ein Buchprojekt mit mehr als 10 Kapiteln nicht schnell langweilig? Wenn man die Jugendstunden immer gleich aufzieht, dann bestimmt. Ich habe schnell gemerkt, dass die gleichen Fragen nach dem Inhalt eines Kapitels langweilten. Wie sonst in der Jugendarbeit auch, sollte man versuchen verschiedene Medien einzusetzen, die Jugendlichen durch Gruppenaufgaben und Diskussionen einzubeziehen und Anwendungsbereiche aus ihrem Leben anzusprechen. Am Coolsten ist es natürlich, wenn man passend zu dem Inhalt praktische Aktionen macht.

An und für sich fand ich es eher einfacher mit Hilfe eines Kapitels, das die Jugendlichen Zuhause gelesen haben, die Jugendstunde abwechslungsreich zu gestalten. Alle hatten die gleiche Ausgangssituation und konnten deshalb mitmachen und mitdiskutieren. Doch Vorsicht: Es wird nicht weniger Vorbereitungszeit benötigt, als sonst – wenn man es gut machen will.

3. Welche Erwartungen darf man an ein Buchprojekt haben?

Mit welcher Beteiligung darf man als Jugendleiter rechnen? Ich meine, wie viel werden die Jugendlichen tatsächlich lesen? Wie bei allen Aktionen war der Anfang klasse und mit der Zeit lasen immer weniger Jugendliche das Kapitel Zuhause durch. Für mich war das jetzt nicht so schlimm – ich glaube, ich habe damit gerechnet.

Neben der Qualität des Buches muss auch genügend Zeit vorhanden sein, um ein Kapitel lesen zu können. Da muss man sensibel für sein und mit den Jugendlichen im Gespräch bleiben. Vor allem in Prüfungsphasen, der Weihnachtszeit oder anderen stressigen Zeiten sollte man auf ein Buchprojekt verzichten. Außerdem ist es ratsam zwischendurch etwas andere Jugendstunden einzuplanen – z.B. ein „Filmabend mit Tiefgang“ oder die Jugendstunden so zu gestalten, dass man das Kapitel nicht gelesen haben muss, um mitreden zu können.

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Laut einer anonymen Umfrage mit surveymonkeys haben bei uns ca. 50% der Jugendlichen etwa die Hälfte des Buches gelesen. Das kann man jetzt negativ sehen oder sich darüber freuen. Ich finde es völlig in Ordnung und freue mich sehr darüber, dass alle bereit sind „wahrscheinlich“ oder „auf jeden Fall“ bei einem erneuten Buchprojekt mitzumachen. Niemand hat „vielleicht“, „eher nicht“ oder „auf keinen Fall“ angekreuzt. Und das will schon was heißen!

4. Mein Fazit

Ich finde ein Buchprojekt in der Jugend nach wie vor empfehlenswert! Wenn man ein gutes Buch ausgewählt hat und bereit ist sich gut vorzubereiten, dann kann das eine klasse Erfahrung werden.

Wir als Jugendleitung sind im Rückblick zufrieden mit dem Projekt, auch wenn wir einige Fehler gemacht haben. Den Jugendlichen hat es gefallen und sie haben einiges durch das Buch lernen können. Was will man mehr?

 

Habt ihr Erfahrungen mit einem Buchprojekt gemacht? Wir würden sehr gerne davon hören! Schreibt uns einfach einen Kommentar: Welches Buch habt ihr gelesen? Wie war die Teilnahme? Würdet ihr es nochmal machen?

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