"Gott hat deinen Leitern Autorität verliehen"

"Gott hat deinen Leitern Autorität verliehen"

Lies Lukas 10,16

Gemeindeleiter, Älteste, Pastoren und Diakone sind alle Menschen, die von Gott eine bestimmte…
Verantwortung bekommen haben. Mit dieser Verantwortung gab er ihnen aber auch eine besondere Vollmacht oder Autorität. Sie sind in der Gemeinde geistliche Vorbilder und Jesus geht sogar so weit zu sagen, dass wer nicht auf sie hört, auch nicht auf ihn hören würde! Vielleicht gibt es einen Leiter, mit dem du deine zwischenmenschlichen Schwierigkeiten hast. Wenn ja, dann räume diesen Konflikt aus der Welt! Bete um Heilung dieser Beziehung. Und dass du in der Lage bist den Anweisungen dieses Leiters / Leiterin nachzukommen.


About Andreas Fronius

Andy ist der Jugend-Pastor in der Crossroads International Church of Basel und arbeitet für Young Life Schweiz. Seine Leidenschaft gilt dem predigen und ausrüsten junger Leute für eine effektive Jugendarbeit. Du kannst dir seine Jugendarbeit hier ansehen: redbasel.ch.

3 Comments

  1. Geier

    Lk. 10, 16 auf das heutige klerikale System in den Denominationen zu beziehen, ist theologisch schon ziemlich abenteuerlich. Mit fällt da eher Apg. 20, 30 ein, wo Paulos vor denen warnt, die die Jünger wegziehen, hinter sich selbst her.

  2. Andy

    Hallo Geier,

    im Kontext spricht Jesus zu seinen Jüngern. Als ich im Input „Gemeindeleiter, Älteste, Pastoren und Diakone“ erwähnte, beschrieb ich ebenfalls an Jünger – kein klerikales System.

    Mit der Bibelstelle auf Apostelgeschichte sprichst du ein wichtiges Thema an. Es wird leider immer Irrlehrer geben, die die Gemeinde von Jesus wegbringen wollen.

  3. Peschibärchen

    Ich sehe in deinem Input vor allem noch ein weiterführendes Problem. Geht man davon aus, dass die Gemeindeleitungen von Gott mit Machtbefugnissen ausgestattet sind, ist jeder Widerstand, sei er noch so berechtigt, untersagt. Ich gehe allerdings davon aus, dass auch die Leiter nur Menschn sind und der Gemeinderatschläge bedürfen. Allerdings sehe ich dieses Eingehen auf die Ideen des „gemeinen Kicrhenvolkes“ gerade von den obersten Leitern, Bischöfen zum Beispiel, viel zu weinig, Wird deine angeführte Textstelle (Lk 9) also sozusagen nur genutzt, um sich als Leiter auf seiner Machtposition auszuruhen, haben wir ein ziemliches Problem.

    Die ersten Christen hatten damals auch so ziemlich ein ähnliches problem, als ihre Gemeinden wuchsen und sie sich irgendwie hierarchisch organisieren mussten, mit Aufgabenteilung und so.

    Will sich die Jesusbewegung konsequent nach dem Grundsatz Christi richten, der seine Jünger mehrmals zu brüderlichem Umgang miteinander aufruft und davor warnt, sich übereinander zu erheben oder Machtansprüche untereinander geltend machen zu wollen (vgl. z.B. Mt.20,25-28; 23,11 / Lk.22,25-27), so könnte sie schon bald Gefahr laufen, zur „Sekte“ zu werden oder sich selbst zu „ghettoisieren“. Wollen sich die Gemeinden also auch dauerhaft profilieren können, bedarf es einer Institutionalisierung, die nicht ohne Machtverteilung auskommt, dadurch aber ein Leben von Geschwisterlichkeit und communio in ihrer ursprünglichen Bedeutung erschwert.
    Mit Blick auf die heutige Institution Weltkirche ist nur unschwer zu erkennen, welchen Entwicklungsweg die Jesusbewegung von damals eingeschlagen hat, ohne den ein modernes Christentum heute nicht möglich geworden wäre.

    Wir sehen uns aber nun, in einer Zeit, die es nötig macht, neu über Machtverteilungen in der Kicrhe nachzudenken, wieder mit dieser urchristlichen Problematik konfrontiert: Wie viel Machtanspruch darf, kann und muss der einzelne geltend machen, um die Gruppe leiten zu können und wie viel Mitbestimmung von unten ist ratsam und heilsam?

    >> Hirte zu sein bedeutet noch lange nicht, andere zu Schafen zu machen…!

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