Erfahrungsbericht: Risiko Gameshow vom SYMD

Erfahrungsbericht: Risiko Gameshow vom SYMD

Als ich zum ersten Mal das Spiel auf http://simplyyouthministry.de entdeckt, hatte ich gleich richtig Lust es in unserer Jugendgruppe auszuprobieren. Auf der Sommerfreizeit bot sich dann die perfekte Gelegenheit dazu. Hier meine Erfahrungen mit dem Spiel und Tipps für die eigene Umsetzung. Viel Spaß wünsche ich Euch beim Lesen und natürlich beim selbst Spielen!

Da an dem Tag das Wetter nicht so toll war, haben wir es komplett Innen durchgeführt. Insgesamt waren es 90 Jugendliche, die auf die 3 Teams verteilt wurden.

Zum Spiel allgemein

Das Spiel hat richtig Spaß gemacht! Da wir es drinnen gespielt haben, hatten wir teilweise richtig Stadionatmosphäre bei den einzelnen Wettkämpfen. Es entstand ein richtig heißer Fight um den Sieg, inklusive aller Emotionen die dazugehören.

Zum Material

Die Wettkampfvorschläge konnten bis auf 3 auch für Drinnen verwendet werden. Diese 3 wurden von uns durch eigene ersetzt. Es sind richtig coole Wettkämpfe unter den Vorschlägen, die richtig Spaß machen.
Bei den Fragen war es anders: Einige der Fragen waren einfach nicht passend. Dazu kam, dass die Fragen ursprünglich auf eine spezielle Jugendgruppe zugeschnitten waren und manche davon Personenbezug hatten. Auch haben wir eine Frage entdeckt, in der die mitgelieferte Antwort nicht gestimmt hat. Der Großteil der Fragen war jedoch verwendbar.

Zum Spielablauf

Wir hatten als Spieldauer 2h angesetzt. Das war auch notwendig, da es doch ein wenig dauerte bis die Teams entschieden, welche Aktionen sie durchführen wollen. Am Ende waren es dann sogar fast 3 Stunden, die das Spiel insgesamt mit Erklärungen und Auswertung gedauert hat. Wäre nicht schon beinah Mitternacht gewesen, hätten wir auch noch 1h weitere Stunde drangehängt und es wäre niemanden langweilig geworden.
Damit alle Mitspieler drankamen haben wir eine Jugendliche gebeten an Hand der Gruppenliste die Spieler abzuhaken, die an einem Wettbewerb oder Quiz teilgenommen haben. So hat am Ende jeder mind. 2x, viele auch 3x mitgemacht.

Die Wettbewerbe

Die Wettbewerbe haben richtig Stimmung erzeugt. Es gab nur ein kleines Problem: Wie wertet man die einzelnen Wettbewerbe. Beispiel: Wenn 5 gegen 3 Liegestützen machen und das angreifende Team mit den 5 Spieler gewinnt, wie viele Einheiten gehen dann für den Angreifer verloren? Man könnte es Prozentual machen oder aber Pauschal. Angenommen das Team hat in der Summe 100 Liegestützen gemacht, der Verteidiger 75. Eindeutig hat das angreifende Team gewonnen. Wie viele Einheiten werden aber vom Verteidiger beim Angreifer zerstört? Da 100 geteilt durch 5 gleich 20 ist, könnte man sagen der Verteidiger nimmt 4 von 5 Einheiten mit. Oder aber man macht es Pauschal und sagt, der Verlierer nimmt immer die Hälfte der Siegereinheiten mit.

Diese Fragestellung sollte man sich am besten vor dem Spiel überlegen, damit es nicht zu Diskussionen während des Spiels kommt. Das haben wir leider versäumt und so mussten wir immer wieder kurzfristig entscheiden, wie das gehandhabt wird.

Die Wissens-Wettbewerbe

Am lustigsten war es, wenn die Fragen den Teilnehmern des Wettbewerbs angepasst wurden. Wenn 2 Mädchen am Wettbewerb teilnahmen wurden 2 Mädchentypische Fragen gestellt oder manchmal Fragen, die so gar nicht zu den Teilnehmern passten. Dadurch wurde das Ganze für alle unterhaltsam.

Das Orga-Team

Das Orga-Team bestand aus 4 Personen. 1 Person die Spielleiter und auch Moderator war, 2 Personen die als Schiedsrichter und Aufbauhelfer für die Wettbewerbe fungiert haben und 1 Person, die Schreiber war und die Teilnehmer der Wettbewerbe überwacht und notiert hat. Das hat soweit ganz gut geklappt, trotz der hohen Teilnehmerzahl.

Die Vorbereitung des Spiels

Wir haben recht spontan beschlossen das Spiel zu spielen. Somit waren wir in der Situation die benötigten Materialien an dem Ort zu besorgen, an dem das Camp stattgefunden hat. Überraschenderweise hat das auch sehr gut geklappt und für ca. 15€ war alles zusammen, was man brauchte. Der sonstige Zeitaufwand betrug für die Vorbereitung und die Gruppeneinteilung ca. 1,5h. Dieser würde jedoch steigen wenn man sich die Wertungen für die einzelnen Wettbewerbe im Voraus überlegt, wie oben bereits erwähnt.

Zum Aufbau der Arena

Wir hatten vorne in der Mitte die Leinwand. Direkt daneben saßen der Spielleiter und die mitwirkenden Personen. Rechts, gegenüber und links der Leinwand saßen dann die 3 Gruppen. Für diese waren Stühle in der vorderen Reihe und dahinter Tische zum draufsitzen aufgebaut, so dass eine richtige Arena entstand. Die Wettkämpfe fanden dann alle in der Mitte statt. Jeder hatte so einen guten Blick auf das Geschehen und es entstand eine richtige Stadionatmosphäre.

Fazit

Es hat richtig Spaß gemacht und war ein echt gelungener Abend. Der Aufwand für das Spiel hielt sich dank des fertigen vorbereiteten Materials in Grenzen und es konnte sogar relativ spontan umgesetzt werden. Die Jugendlichen waren begeistert und es wurde beschlossen, das Spiel auf jeden Fall noch ein paar Mal zu spielen.
Es gibt zwar ein paar Dinge, die man im Vorfeld beachten sollte, dann hat man während des Spiels leichter und erhöht den Spaßfaktor dadurch noch mehr. Dazu gehört die Wertung der einzelnen Wettbewerbe und es wäre auch gut die Fragen vorher mal durchzugehen. Alles in allem aber ein tolles Spiel das richtig gut bei den Jugendlichen ankommt.

Vielen Dank an SYMD für dieses Spiel!

 

Gegebenheiten:

Teilnehmerzahl: ca. 90 Jugendliche/junge Erwachsene zwischen 15 – 23 Jahre

Ort: Aufenthaltsraum im Inneren

Verwendete Technik: Mikro, Beamer

Aufbau: Arenaförmig (Leinwand vorne, an den 3 Seiten jeweils eine Stuhlreihe vor Tischen)

 

Hier kommt ihr direkt zum Spiel: Klicke hier

About Daniel Monshausen

Jahrgang 1984, verheiratet und 3 Kinder. Seit mehr als 8 Jahren ist Daniel als Jugendleiter in der Freien evang. Brüderversammlung in Metzingen aktiv. Er hat eine einjährige Grundlagenausbildung am EBTC Zürich absolviert. Seit 4 Jahren ist er Verantwortlicher im Holynetwork mit dem Schwerpunkt holynetwork.de.

3 Comments

  1. Sammy

    Kurz zur Regel mit dem Einheiten Abzug. Der Einfachheit halber war es so gedacht, dass es immer um alles oder nichts ging. Zwar kämpfen dann 3 TN gegen 6, aber am Ende verlieren immer alle Verlierer ihr Leben während die Gewinner alle gewinnen. (Ich weiß das ist nicht wie im echten Risikospiel. Aber es ist einfacher : )

    Danke für die gute Rezension.

    LG

    sy

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