So sorgt man für Einheit in einer Gemeinde

So sorgt man für Einheit in einer Gemeinde

Als ich diesen Text vor kurzem las, war es als würde mich ein kleiner Zug überrollen. Gleich der erste Satz brachte mich richtig zum Nachdenken:

„Nicht wahr, es ist euch wichtig, einander im Namen von Christus zu ermutigen?“ (Phil 2,1 NGÜ)

Diese Frage ist einfach so gestellt, dass sie einen ins Grübeln bringen muss! Ist es mir wirklich wichtig, oder halte ich Ermutigung lediglich für etwas positives? Dazwischen gibt es einen himmelweiten Unterschied. Wenn es mir wichtig ist jemanden zu ermutigen, bin ich auch bereit, meine Zeit für ihn zu investieren. Das formt einen selbstlosen Charakter. Wenn es mir andererseits nur um ein „für wichtig halten“ von Ermutigung geht, erreiche ich gar nichts. Damit bin ich eine Meinung, ein Gedanke der nicht in die Tat umgesetzt wird.

Hinter dem deutschen Wort „ermutigen“ (Luther und Schlachter wählen „ermahnen“), steht das griechische Wort „paraklesis“. Dieses Wort meint soviel wie „jemanden herbeirufen“ bzw. „jemanden zu sich rufen“. „Ermahnung“ hat also grundsätzlich nichts mit „von sich weisen“ zu tun!

„Ermahnen ist das Werben um einen Menschen, der eben oftmals fehlgelaufen ist und darum seinen Standort ändern muss. […] Bei dem griechischen Wort parakaleo („mahnen“) schwingt immer auch die Bedeutung „beruhigend zusprechen“, „trösten“ mit.“ (Quelle: Murdoch, Paul: Philipperbrief, Neuhausen-Stuttgart 1987, 60.)

Fazit: Selbstlosigkeit ist eine Voraussetzung für die Einheit in der Gemeinde!

Hier noch der ganze Text, der sich mit dem Thema Einheit in der Gemeinde beschäftigt:

„1 Nicht wahr, es ist euch wichtig, einander im Namen von Christus zu ermutigen? Es ist euch wichtig, euch gegenseitig mit seiner Liebe zu trösten, durch den Heiligen Geist Gemeinschaft miteinander zu haben und einander tiefes Mitgefühl und Erbarmen entgegenzubringen?2 Nun, dann macht meine Freude vollkommen und haltet entschlossen zusammen! Lasst nicht zu, dass euch etwas gegeneinander aufbringt, sondern begegnet allen mit der gleichen Liebe und richtet euch ganz auf das gemeinsame Ziel aus. 3 Rechthaberei und Überheblichkeit dürfen keinen Platz bei euch haben. Vielmehr sollt ihr demütig genug sein, von euren Geschwistern höher zu denken als von euch selbst. 4 Jeder soll auch auf das Wohl der anderen bedacht sein, nicht nur auf das eigene Wohl. 5 Das ist die Haltung, die euren Umgang miteinander bestimmen soll; es ist die Haltung, die Jesus Christus uns vorgelebt hat.“ (Philipper 2,1-5 NGÜ)

About Andreas Fronius

Andy ist der Jugend-Pastor in der Crossroads International Church of Basel und arbeitet für Young Life Schweiz. Seine Leidenschaft gilt dem predigen und ausrüsten junger Leute für eine effektive Jugendarbeit. Du kannst dir seine Jugendarbeit hier ansehen: redbasel.ch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.