Umgang mit Sünde im Leben Deiner Jugendlichen

Umgang mit Sünde im Leben Deiner Jugendlichen

Ein Artikel von Andy Blanks, erschienen im englischen auf http://andyblanks.com/

Wir haben es alle schon mal erlebt, oder?

„Ähm, wir müssen mal reden!“ – Dieser Augenblick, wenn ein Jugendlicher deine Hilfe sucht, weil er Mist gebaut hat!

  • „Ich habe mit meiner Freundin geschlafen!“
  • „Ich hatte einen Hangout mit meinen Kumpels“
  • „Ich habe was geklaut von meinen Eltern“
  • „Ich bin schwarz gefahren“
  • „Ich bin schwanger“

Eines der größten Privilegien und Herausforderungen ist, Jugendlichen als Jugendleiter zu helfen Sünde zu bewältigen. Auf Grund der Rolle, die du als Vertrauensperson hast, wenden sich die Jugendlichen an dich um ihr Leben zu Ordnen und Sünde zu bekennen!

Wie reagierst Du wenn ein Jugendlicher Sünden bekennt?

Wie reagieren wir wenn Jugendliche Sünden bekennen und anfangen darüber zu sprechen? Welche Rolle spielen wir in diesem Gespräch? Aber vor allem: Wie machen wir aus einem Bekenner einen Nachfolger und helfen ihm Sünde zu überwinden?

Zuhören mit Verständnis nicht Gericht!

Alle Menschen sündigen (Römer 3:23)! Wie Paulus in Römer 7 die Frage stellte, wer ihn erlösen wird als Nachfolger Jesus von diesem Todesleib.
Sei nicht Selbstgerecht indem du klar machst, dass du in dem Bereich keine Probleme hast. Du hast die selbe Natur geerbt und kämpft auch um Verständnis, denn dein Gewissen richtet dich selber oft genug!

Beleuchte die Sünde mit Gottes Wort!

Es gibt einen Grund dafür, dass Paulus Timotheus darauf hinweist die Schrift als „Rüge und Korrektur“ (2.Tim. 3:16) zu nutzen. Sünde ist eine Abweichung von Gottes Standard der Heiligkeit. Wenn ein Jugendlicher Sünde bekennt und du hast mit Verständnis zugehört, dann zeige ihm auf an Hand der Bibel wo Gott dies als Sünde ausweist. Das ist Wichtig! Wenn wir nicht das Wort Gottes in dieser Situation benutzen haben wir als Leiter keinerlei Autorität für unser und schon gar nicht für das Leben anderer. Ohne die Bibel bauen wir ein Bild auf aus Moral und Ethik und schaffen eine neue Religion, aber weisen nicht auf die Wahrheit hin. Zeige Sünde auf  indem du Gottes Wort nutzt!

Unterstreiche die Vergebung!

Erinnere den Jugendlichen daran, dass Gott vergibt, wenn wir zu ihm umkehren (MT 6,12) und unsere Schuld und Sünde bekennen (1.Jo 1,9).
Ermutige ihn zu sehen, was Vergebung wirklich bedeutet und wie groß diese Gnade wirklich ist, dass Jesus unsere Sünden getragen und sein Blut vergossen hat (1.Pet. 2,24). Vergiss nicht ihn in ein Gebet zu leiten, das geprägt ist von Bekenntnis der Sünde an sich und der Dankbarkeit für die Vergebung. Eine Bestätigung dieser Wahrheiten am Ende des Gebetes kann helfen gegen falsche Gefühle und Scham anzugehen, die später in eurer gemeinsamen Beziehung aufkommen können.

Erkläre Buße!

Das ist der wichtigste Punkt in eurem Gespräch und wird oft vernachlässigt: Buße!

Umkehr und ein Neuanfang mit Gott ist ein RIESEN Aspekt in unserer Beziehung mit Jesus Christus. Matthäus hat die Botschaft Jesu in seinem Evangelium so konzentriert, das sie für jedermann verständlich ist: “Tu Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbei gekommen“ (MT 4,17).

Buße ist eine willentliche Entscheidung mit Sünde zu brechen. Es reicht einfach nicht Jugendliche zu ermutigen ihren Dreck abzuladen, ohne dass sie geleitet vom Heiligen Geist auch einen anderen Weg einschlagen um nicht wieder zu fallen. Du musst unterstreichen, dass nur alleine ein Sündenbekenntnis nicht reicht und nutzlos ist, wenn ich mich nicht auf den Weg der Buße mache und beginne umzudenken!

Als Jugendleiter musst du dich an diesem Punkt verfügbar machen und helfen wo du kannst um dieses Umdenken anzustoßen!

Gehe mit Konsequenzen rational um!

Wenn du die geistlichen Ursachen der Sünde mit deinem Jugendlichen überwunden hast, musst du zu möglichen Konsequenzen der Sünde selbst kommen! Jugendliche brauchen deine Hilfe im Verständnis, dass nun evtl. ein paar ToDo‘s fällig sind. Vielleicht brauchen sie deine Begleitung um durch diese Zeit, in der sie die Konsequenzen der Sünde bekämpfen,  zu gehen. Müssen sie mit Eltern reden? Gibt es Schuld vor jemanden einzugestehen? Muss Vergebung ausgesprochen werden?

Vielleicht ist ein Folgetermin angebracht um nachzuforschen ob der Jugendliche durch diese Punkte gegangen ist. Auch wenn es schmerzhaft ist, ermutige deine Jugendlichen mit den Konsequenzen zeitnah umzugehen. Einfach warten oder später machen wird es nicht einfacher machen. Lass sie aus der Nummer nicht raus und plane mit ihnen gemeinsam die Schritte, die bis zum nächsten Folgetermin passieren soll.

 

Wir alle wissen, wie schmerzhaft Sünde ist in unserem Leben. Aber Menschen zu Lösungen leiten durch unseren Dienst als Jugendleiter und einen Prozess anzustoßen, der Vergebung und Umkehr bewirkt, ist das beste Wachstumspotenzial für deine Jugendlichen und für deine Leiterschaft. In keinem anderen Gespräch als in diesem kannst du die Jugendliche näher an Gottes Herz führen! Und du bist mitten drin!

About Daniel Monshausen

Jahrgang 1984, verheiratet und 3 Kinder. Seit mehr als 8 Jahren ist Daniel als Jugendleiter in der Freien evang. Brüderversammlung in Metzingen aktiv. Er hat eine einjährige Grundlagenausbildung am EBTC Zürich absolviert. Seit 4 Jahren ist er Verantwortlicher im Holynetwork mit dem Schwerpunkt holynetwork.de.

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