Unterwegs mit Bilbo. Inspirierende Gedanken zu Tolkiens „Der Hobbit“

Unterwegs mit Bilbo. Inspirierende Gedanken zu Tolkiens „Der Hobbit“

Am 13. Dezember ist es soweit; dann wimmelt es im Kino wieder von Hobbits, Zwergen, Orks und anderen Fabelwesen.

Grund genug, so könnte man meinen, auch in christlichen Kreisen die Werbetrommel zu rühren.  Pünktlich zum Kinostart bringt der Gerth Medien Verlag das bereits 2006 erschienene Finding God in The Hobbit von Jim Ware in deutscher Sprache auf den Markt.

Unterwegs mit Bilbo ist eine Sammlung von kurzen Denkanstößen zu verschiedenen Textauszügen aus dem Hobbit. Sie sind immer nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Jedes Kurzkapitel beginnt mit einem Zitat aus dem Hobbit, welches dann anschließend in den weiteren Kontext der Geschichte eingebettet wird. Diese kurzen Einblicke in die Abenteuer des Hobbits werden sehr lebendig und spannend nacherzählt, so dass auch Nichtkenner von diesem Buch profitieren können.

Anschließend leitet dann Jim Ware, mal mehr, mal weniger geschickt, auf unseren Lebensalltag über und verknüpft die Erlebnisse des kleinen Hobbit mit biblischen Inhalten.

Mangelnde Kreativität kann man ihm hier sicher nicht vorwerfen; unglaublich, wo man Gott überall finden kann.

Sicher, Gott kann einem überall begegnen, auch dort, wo wir ihn vielleicht am wenigsten vermuten. Doch teilweise werden mit Gewalt christliche Inhalte in die Geschichten hineininterpretiert, dass die Denkanstöße stark konstruiert und teilweise auch befremdlich wirken.

Ich kann dieses Buch nur bedingt empfehlen. Der aktuelle Bezug zum Film ist sicher ein Pluspunkt und der ein oder andere Impuls ist durchaus lesenswert (zum Beispiel Sahne und Honig, S.89ff. oder auf Adlers Schwingen, S.81ff.).

Doch es bleibt ein fader Nachgeschmack und man stellt sich die Frage, ob man manche Geschichten nicht besser aus sich heraus wirken lässt, ohne sie zwanghaft in ein christliches Korsett zu pressen.

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