Zitate zum Atheismus #15

Zitate zum Atheismus #15

Es gibt keinen Gott, ist der anschwellende Ruf der Massen. Damit wird aber auch der Mensch wertlos, in beliebiger Zahl hingemordet, weil er nichts ist.“

(Karl Jaspers, 1883–1969, deutscher Philosoph des Existentialismus und Schriftsteller, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1958)

About Andreas Fronius

Andy ist der Jugend-Pastor in der Crossroads International Church of Basel und arbeitet für Young Life Schweiz. Seine Leidenschaft gilt dem predigen und ausrüsten junger Leute für eine effektive Jugendarbeit. Du kannst dir seine Jugendarbeit hier ansehen: redbasel.ch.

4 Comments

  1. Ashrok

    Wenn man sie nicht missionieren kann, macht man sie eben runter und sieht auf sie herab. Sehr christlich!

    Aber da Du ja u.a. Feuerbach und Nietzsche zitierst, hab ich hier auch zwei kontextfreie Zitate der Beiden für Dich und Deine Leser:

    Zitate zum Christentum #1
    „Laßt den andern glauben, was er will, aber fordert dafür auch von ihm, daß er dich nicht glauben läßt, was er glaubt. Diese Forderung ist gerecht und billig; aber ungerecht und verwerflich, verwerflicher noch als die Intoleranz des Gläubigen ist die Intoleranz des Aufgeklärten, welcher von den andern ohne Unterschied verlangt, daß sie zwar nicht so glauben, aber so denken, so frei und gescheut sein sollen, wie er selbst. Man muß auch gegen die Unfreiheit und Dummheit tolerant sein.“ – Feuerbach

    „Vorausgesetzt, dass überhaupt geglaubt wird, so ist der Alltags-Christ eine erbärmliche Figur, ein Mensch, der wirklich nicht bis drei zählen kann, und der übrigens, gerade wegen seiner geistigen Unzurechnungsfähigkeit, es nicht verdiente, so hart bestraft zu werden, als das Christenthum ihn verheisst.“ – Nietzsche (Der war schon fies, oder?)

    Die Zitate geben übrigens so gar nicht meine Meinung wieder, aber widerstehen kann ich trotzdem nicht 😉

  2. Andy Fronius

    Hallo Ashrok,
    das Zitat hier habe ich ohne Wertung meinerseits veröffentlicht. Wenn du mit dem Inhalt des Zitats nicht einverstanden bist, beziehe dich doch in deinem Kommentar bitte auf den Autor des Zitats. Die Quelle steht ja da.

    Zum Zitat: Ist es nicht so, dass etwas Geschaffenes seinen Wert vom Schöpfer erhält? Wenn man den Schöpfer ausblendet, und damit die Herkunft sowie das Ziel des Geschaffenen, wird der Wert des Geschaffenen beliebig. Weil Christen den Schöpfer in den Mittelpunkt ihres Lebens stellen, setzen sie sich gegen die Tötung von Babys (Abtreibung) ein. Hier habe ich einen passenden Artikel gefunden: http://www.theoblog.de/warum-abraham-und-uns-vor-dem-toten-unserer-kinder-bewahrt/19944/

    Wenn die Zitate nicht deine Meinung wiedergeben, warum veröffentlichst du sie dann?

  3. Ashrok

    Hallo,
    mein Kommentar war weniger auf das konkrete Zitat, als auf diese Reihe „Zitate zum Atheismus“ bezogen. Vor allem, da ich mich wunderte, und es noch tue, warum eine Website, die – ich zitiere – „Jugendarbeit inspirieren […] will“, eine solche Zitatesammlung nötig hat; Und warum es zu einer „gesunde[n] Jugendarbeit“ gehört, anders- oder nicht-glaubende derartig herunter zu machen. Denn anders erklärt sich diese Sammlung an Zitaten nicht, die Atheisten implizit jede Moral und Ethik und damit verbundene Erfurcht vor Leben, etc. abspricht. Das mag zwar seit der grauen Vorzeit so üblich sein, ist deshalb aber nicht richtiger. Ich denke auch, wer sich auf ein Buch beruft, dass von Tötungsvorschriften nur so wimmelt, sollte eventuell etwas vorsichtiger sein, was moralische Urteile über Andersdenkende angeht.

    Warum ich die Zitate gepostet habe? Weil ich es kann. Vielleicht fand ich es lustig, dass du gerade Feuerbach, einen durchaus genialen und pantheistischen Religionsritiker, und Nietzsche, einen, sagen wir mal im Alter äußerst verbittert gewordenen, atheistischen Philosophen (wie gesagt an anderer Stelle) zum Thema Atheismus zitierst. Daher fand ich es eventuell sinnvoll die Hauptmeinung der Beiden für die übrigen Leser – so vorhanden – in diesen knackigen Zitaten wiederzugeben.

    Und zum Zitat: Ich persönlich erachte Menschen durchaus als wertvoll, aber nicht weil sie von Gott geschaffen worden seien, sondern, weil sie Menschen sind. Und ich erachte sie als wertvoll so wie sie sind. Daher ist es nicht meine Aufgabe Menschen zu meiner Denkweise zu bekehren, daher halte ich gläubige Menschen im Gegensatz zu Nietzsche und Feuerbach nicht für dumm oder unfrei, daher respektiere ich Menschen in all ihren Individualitäten, sexuellen Orientierungen, Geschlechtern und Lebensentscheidungen. Das Beste daran ist: Ich brauche kein Buch in dem ich das erst nachlesen und überprüfen muss. Aber ich lasse mich sicher nicht persönlich oder generalisiert (was wesentlich schlimmer ist) für meinen Glauben verurteilen.

  4. Andy Fronius

    So wie ich das sehe richten sich die Zitate gegen den „Atheismus“ als Konzept und nicht den „Atheisten“ als Person. Die Zitate haben für mich nichts mit Respektlosigkeit zu tun. Es geht vielmehr um die Differenzierung zu einem System.

    Allerdings sollte den Autoren von Holysheep auch eine gewisse Freiheit eingeräumt werden, wenn es um das Veröffentlichen von Zitaten zu bestimmten Themen geht. Wir machen nicht irgendeine Form von Jugendarbeit, sondern christliche Jugendarbeit. Und dazu gehört auch eine klare Abgrenzung von Beliebigkeit.

    Ich möchte natürlich, dass du dich auf Holysheep willkommen fühlst, auch wenn die Seite in erster Linie für christliche Jugendleiter gedacht ist. Deshalb hier mein Angebot: Wenn du mir ein Zitat hier auf der Seite zeigen kannst, wo du für deinen „Glauben verurteilt“ wirst – was nicht die Absicht von Holysheep ist – dann werde ich mich persönlich drum kümmern. Handelt es sich jedoch um ein Zitat mit genereller „Systemkritik“ z.B. gegenüber dem Kommunismus, Sozialismus, Materialismus, Atheismus, etc. dann kann ich dich nur bitten das Zitat nicht allzu persönlich zu nehmen. Haben wir einen Deal?!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.